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Goldmedia: Professionalisierung auf Twitch nimmt zu

Bereits die Hälfte aller deutschen Twitch-Streamer:innen arbeiten mit einer Agentur. Bei den Top 20 Streamer:innen steigt der Anteil sogar auf 90 Prozent. Das ist ein Ergebnis des "Twitch Report Deutschland 2022", den Goldmedia jetzt vorlegte.

24.11.2022 08:00 • von
Im "Twitch-Report Deutschland 2022" untersucht Goldmedia unter anderem, wie viele Kanäle von Agenturen betreut oder unterstützt werden (Bild: Goldmedia 2022)

Die Zusammenarbeit mit einer Agentur ist vielleicht kein Erfolgsgarant für Twitch-Streamer:innen, doch ohne eine Agentur an der Seite ist der Weg an die Spitze schwer. Das geht aus dem "Twitch Report Deutschland 2022" hervor, den Goldmedia veröffentlicht hat. Für den Report analysierte das Beratungs- und Forschungsunternehmen 391 Twitch-Kanäle mit jeweils mindestens 50.000 Follower:innen. Die Ergebnisse zeigen nach Meinung der Autor:innen auf, dass die Professionalisierung auf Twitch in den letzten Jahren zugenommen hat.

Deutlich wird dies unter anderem an der Zusammenarbeit mit entsprechenden Agenturen. Zwar nennt Goldmedia keine Vergleichszahlen, mehr als die Hälfte der untersuchten Gaming-Streamer:innen würden jedoch aktuell von einer Agentur gemanagt oder zumindest unterstützt. Je erfolgreicher die Kanäle, desto größer der Anteil mit professionellem Beistand. Bei den Top 100 Kanälen lag der Anteil Agentur-unterstützter Streamer:innen bei 80 Prozent, bei den Top 20 sogar bei 90 Prozent.

Wie aus dem Report hervorgeht, sind Zeit und Kontinuität zwei wichtige Faktoren für den Erfolg auf Twitch. Die 20 erfolgreichsten Gaming-Streamer:innen haben im Schnitt vor 7,5 Jahren angefangen zu streamen. Im Schnitt produzieren sie 135 Stunden bzw. 5,5 Tage Live-Content pro Monat. Das sind rund 4,5 Stunden am Tag. Anders sieht es im Bereich Non-Gaming aus. Dort starteten die erfolgreichsten Kanäle im Schnitt vor etwa 5,5 Jahren und streamen rund 50 Stunden pro Monat. Ebenfalls interessant: Etwa ein Drittel aller Non-Gaming-Twitch-Kanäle in Deutschland wurden zu Beginn der Pandemie gestartet.

Adriano D'Adamo/Stephan Steininger