Personalien

Ubisoft führt neue Kreativorganisation ein und lässt Initiator ziehen

Ubisoft hat mit dem Global Creative Office eine neue Inhouse-Organisation vorgestellt, welche die Kreativteams im Konzern unterstützen und die Portfoliostrategie widerspiegeln soll. Zugleich kündigte Ubisoft die Nachfolgeregelung für Chief Creative Officer Igor Manceau an, dem Kopf hinter dem Global Creative Office, der Ende November auf eigenen Wunsch ausscheidet.

07.10.2022 15:38 • von Stephan Steininger
Verlässt Ende November Ubisoft auf eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen: Igor Manceau, Chief Creative Officer (Bild: Ubisoft)

Kreativität ist ein entscheidender Faktor in der Spieleproduktion. Um die hauseigenen Kreativteams bei ihrer Arbeit optimal zu unterstützen hat Ubisoft nun das sogenannte Global Creative Office vorgestellt. Das Global Creative Office soll losgelöst von der zentralisierten Organisation agieren und folgt einer Art Stabsstruktur, welche die Kernelemente der Ubisoft-Portfoliostrategie widerspiegeln sollen. Jeder Stab soll sein Fachwissen nutzen, um auf die Besonderheiten der jeweiligen Zielgruppen, des Spieldesigns und der Techolonien einzugehen.

Das noch etwas vage beschriebene Konstrukt des Global Creative Office hat nach Konzernangaben das Ziel, die Kreativität zu fördern, indem die Entscheidungsfindung bei und die Verantwortung und Autonomie der Studios im kreativen Prozess erleichtert bzw. gestärkt wird.

Die Vorstellung der neuen Kreativorganisationsstruktur hat allerdings ein schlechtes Timing. So verlässt Ende November ausgerechnet Igor Manceau das Unternehmen, der als Chief Creative Officer maßgeblich and er Entwicklung des Global Creative Office mitwirkte. Nach Unternehmensangaben verlässt Manceau Ubisoft auf eigene Wunsch und aus persönlichen Gründen. Sowohl Manceau, als auch Firmenchef Yves Guillemot finden zum Abschied dankende und anerkennende Worte, was nicht darauf schließen lässt, dass der Abschied im Unreinen erfolgt.

Ubisoft äußerte sich dann auch dazu, wie es nach Manceaus Abschied weitergeht. In den verbleibenden Wochen wird er eng mit Marie-Sophie de Waubert, Senior Vice President Studios, Martin Schelling, Senior Vice President Production, Sandrine Caloiaro, Chief Portfolio Officer, Guillemette Picard, Senior Vice President Production Technology, sowie den Managing Direktor:innen der Studios zusammenarbeiten. Nach seinem Ausscheiden übernommt de Waubert das Management des Creative Office interimistisch übernehmen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.