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"Tiny Tina's Wonderlands" übertrifft Erwartungen, "Saints Row" polarisiert

Bei einer Konferenz mit Investoren der Embracer Group bezeichnete Randy Pitchford den Release von "Tiny Tina's Wonderlands" als großen Erfolg für das Unternehmen und als Grundstein für eine neue Franchise. "Saints Row" hingegen wurde laut Embracer-CEO Wingefors nach dem Verkaufsstart zwiegespalten aufgenommen, soll aber auf lange Sicht profitabel sein.

23.09.2022 12:28 • von
"Tiny Tina's Wonderlands" wird laut Randy Pitchford eine eigene Franchise. (Bild: Take-Two Interactive)

"Tiny Tina's Wonderlands" hat die Erwartungen von Gearbox, zugehörig zur Embracer Group, deutlich übertroffen. Bei einer Konferenz mit Investoren via VGC bezeichnete Randy Pitchford, CEO von Gearbox Entertainment Company, den Release als "großen Erfolg" für das Unternehmen und meinte, dass das Spiel "alle gesetzten Zielerwartungen übertroffen" beziehungsweise "zerschmettert" hätte - sowohl in Bezug auf die Kritiken als auch auf die Verkaufszahlen. Konkrete Zahlen nannte er hingegen nicht, weder zu Verkäufen, noch zu Erwartungen. Trotzdem ließ Pitchford durchblicken, dass Gearbox und Embracer "finanzielle Prämien" von Publisher Take-Two Interactive für den Erfolg ernten würden. Take-Two Interactive hatte bereits im Geschäftsbericht durchblicken lassen, dass sich "Tiny Tina's Wonderlands" gut geschlagen hätte.

"Wir verfügen jetzt eindeutig über ein neues Franchise, dessen zukünftige Spiel-Erlebnisse bei Gearbox bereits in Entwicklung sind", fügte Pitchford hinzu. Allerdings gab er nicht an, ob ein neues Spiel oder weitere DLCs über den aktuellen Season Pass hinaus gemeint sind.

"Tiny Tina's Wonderlands" erschien im März 2022 und hat seit Release vier Erweiterungen im ersten Season Pass erhalten. Der Looter-Shooter spielt in der Fantasy-Welt "Bunkers & Badasses", mit Tiny Tina aus dem Borderlands-Universum als "Dungeon Master". Auch der Borderlands-Reihe werden sie nicht so schnell den Rücken kehren, schließlich wird das narrative Abenteuer "New Tales from the Borderlands" am 21. Oktober veröffentlicht.

Nicht ganz so zufrieden ist die Embracer Group mit "Saints Row". Embracer-CEO Wingefors bezeichnete die Reaktionen auf das Spiel als "sehr polarisierend". Er hätte persönlich auf eine größere Resonanz und mehr glückliche Spieler:innen gehofft. Genauere Daten sollen im Geschäftsbericht im November bekannt gegeben werden. Wingefors: "Was die finanzielle Seite betrifft, so bin ich zuversichtlich, dass wir mit der Investition Geld verdienen werden. Wird die Investitionsrendite so groß sein wie bei vielen anderen Spielen? Das ist nicht sehr wahrscheinlich, aber wir werden Geld verdienen und das ist zumindest ein sehr guter Ausgangspunkt." Was die Zukunft der Reihe angeht, sagte Wingefors, dass er Vertrauen in die Leute hätte, die das Spiel realisiert haben, in diesem Fall Deep Silver Volition.

Marcel Kleffmann