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Unity-Board schlägt AppLovin-Offerte aus und flirtet weiter mit ironSource

Der Verwaltungsrat von Unity hat die Übernahme- bzw. Fusios-Offerte von AppLovin ausgeschlagen. Das Gremium um President und CEO John Riccitiello bekräftigte hingegen, dass der Zusammenschluss mit ironSource das Beste im Sinne der Unity-Aktionär:innen sei.

16.08.2022 15:08 • von Stephan Steininger

Mit wem fusioniert der Game-Engine-Hersteller Unity? Geht es nach Willen des Verwaltungsrats ist der israelische Anbieter ironSource nach wie vor die Erste Wahl. Das Board of Directors unter Führung von Präsident und CEO John Riccitiello habe sich intensiv mit dem unaufgeforderten Übernahmeangebot von AppLovin auseinandergesetzt. Am Ende kam man zu dem Schluss, dass die geplante Hochzeit mit ironSource die bessere Alternative sei.

"Der Vorstand ist weiterhin davon überzeugt, dass die ironSource-Transaktion überzeugend ist und die Möglichkeit bietet, durch die Schaffung einer einzigartigen End-to-End-Plattform, die es Entwicklern ermöglicht, Live-Spiele und Echtzeit-3D-Inhalte nahtlos zu entwickeln, zu veröffentlichen, zu betreiben, zu monetarisieren und zu erweitern, langfristigen Wert zu schaffen", so John Riccitiello in einer Stellungnahme. "Wir sind nach wie vor von der Vereinbarung zwischen Unity und ironSource und den erheblichen Vorteilen, die sich daraus für unsere Aktionäre und die Entwickler von Unity ergeben, überzeugt und begeistert."

Das Statement ist eine Reaktion auf ein unerwartetes und unaufgefordertes Angebot der US-Firma AppLovin. Die hatte im August einen Vorschlag für eine Fusion ihrerseits mit Unity vorgelegt. Bedingung hier war jedoch, dass Unity die im Juli enthüllten Fusionspläne mit ironSource abbläst.