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Frankfurter Gunzilla Games sichert sich 46 Mio. Dollar frisches Kapital

Das deutsche Spielestudio Gunzilla Games hat in der jüngsten Finanzierungsrunde insgesamt 46 Millionen Dollar eingesammelt. Die Frankfurter wollen damit die Entwicklung der Blockchain-Plattform GunZ vorantreiben, die bei Gunzillas Battle-Royale-Shooter "Off the Grid" eingesetzt werden soll.

09.08.2022 14:31 • von Stephan Steininger
Noch gibt es kein Gameplay, aber mit "Off The Grid" will Gunzilla Games das Feld der Battle-Royale-Shooter aufräumen (Bild: Gunzilla Games)

Gunzilla Games kann sich über eine achtstellige Finanzspritze freuen. Das Entwicklungsstudio, das neben dem Hauptsitz in Frankfurt auch Büros in Los Angeles und Kiew unterhält, sammelte bei der jüngsten Finanzierungsrunde insgesamt 46 Millionen Dollar ein. Zu den Investoren gehörten neben der Raptor Group auch Griffin Gaming Partners, Blizzard und als Angel Investor der Twitch-Co-Founder Justin Kan.

Gunzilla Games will mit dem Geld vor allem die Firmeneigene Plattform GunZ vorantreiben. GunZ ordnet mit Hilfe der Blockchain-Technologie den Spielefortschritt aber auch die gesammelten Items eindeutig den jeweiligen Spieler:innen zu und gibt diesen volle Kontrolle. Zum Einsatz soll die Plattform vor allem in "Off The Grid" kommen, einem derzeit bei Gunzilla in Entwicklung befindlichen Battle-Royale-Shooter. Ziel ist, dass die User:innen von "Off The Grid" In-Game-Items auf einer entsprechenden Marktplatz im Spiel handeln können.

Gunzilla selbst verspricht, selbst keine Monetarisierung durch den Einsatz der Blockchain anzustreben. Die Frankfurter wollen also selbst keine NFTs an Spieler:innen verkaufen. Auch sollen Items nicht hinter einer monetarisierten Bezahlschranke platziert werden. Der Handel mit Items in "Off The Grid" soll also auf vollkommender Freiwilligkeit basieren, der gesamte Spielinhalt auch für Spielende verfügbar sein, die von dem Marktplatz keinen Gebrauch machen wollen.

Gunzilla beugt mit diesen Aussagen einem möglichen Shitstorm vor. Die Gamer:innen-Zielgruppe beäugt derzeit jegliches NFT- und Blockchain-Engagement sehr kritisch, da deren Einsatz bisweilen als reines Monetarisierungskonzept ohne Mehrwert für Game, Gameplay oder Gamer:innen betrieben wird.