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Ebba Ljungerud verstärkt Führungsteam von Nordisk Games

Die ehemalige Geschäftsführerin von Paradox Interactive übernimmt einen Vorstandsposten bei Nordisk Games. Ljungerud soll die Partnerschaften mit bestehenden Studios ausbauen und neue Investitionsziele ins Auge fassen.

29.06.2022 13:28 • von
Nach ihrer CEO-Tätigkeit bei Paradox Interactive stößt Ebba Ljungerud zu Nordisk Games. (Bild: Ebba Ljungerud, Nordisk Games)

Ebba Ljungerud verstärkt das Führungsteam von Nordisk Games. Die ehemalige Geschäftsführerin von Paradox Interactive rückt in den Vorstand des dänischen Unternehmens. Sie möchte weitere Investitionsziele ausloten und die Partnerschaften mit bestehenden Partnerstudios stärken, während das Portfolio an Investitionen im laufenden Jahr ausgebaut wird. Der Vorstand soll 2022 noch weiter vergrößert werden.

Ihren CEO-Posten bei Paradox gab sie 2021 aufgrund von "unterschiedlicher Auffassungen über die Unternehmensstrategie" auf. Vor Paradox war Ljungerud bei der Kindred Group, ein Online-Glücksspielanbieter, in verschiedenen Führungspositionen tätig, unter anderem als CCO. Außerhalb ihrer Rolle im Vorstand von Nordisk Games arbeitet sie als unabhängige Beraterin in der Spielebranche.

"Ich freue mich sehr, dass Ebba dem Vorstand beigetreten ist. Wir haben ehrgeizige Wachstums- und Entwicklungspläne für die Zukunft und ich bin sicher, dass ihre Erfahrung und ihr Wissen über die Spieleindustrie in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle dabei spielen werden", sagt der Vorstandsvorsitzende von Nordisk Games und CEO von Nordisk Film, Allan Mathson Hansen.

Ljungerud macht folgende Haupttrends in der Computerspielbranche aus: "Viele große Akteure in der Branche bieten jetzt Abonnements an, was neue Anforderungen an die Art und Weise stellt, wie die Studios ihre Spiele entwickeln und wie sich die Geschäftsmodelle entwickeln. Abonnements werden oft mit Streaming gebündelt - und obwohl ich auch glaube, dass Streaming ein zunehmender Trend ist, sind sie nicht voneinander abhängig, um zu wachsen und erfolgreich zu sein." Ihrer Ansicht nach wechseln IPs immer stärken zwischen verschiedenen Welten und Medien. "Wir haben viele Beispiele dafür gesehen, dass Welten in Computerspiele übergegangen sind und weniger in die andere Richtung, aber ich glaube, dass sich das in Zukunft ändern wird", sagt sie. "Das Metaverse ist natürlich ein Thema, das viele Leute beschäftigt und es ist schon seit Jahren ein Teil der Spielewelt. Es wird interessant sein zu sehen, wie es sich weiterentwickelt und ob es von den Nutzer:innen oder von den Unternehmen gesteuert wird. Ich denke, damit das Metaverse ein Ort ist, an dem alle Menschen Spaß haben, müssen die Personen, die an der Entwicklung teilnehmen, vielfältiger sein als heute", fügt Ljungerud hinzu.

Nordisk Games hat seit 2017 mehr als 200 Millionen Euro in europäische Spielestudios investiert. Es wurden Minderheits- und Mehrheitsbeteiligungen aufgebaut, zu dem die Avalanche Studios Group, Star Stable Entertainment, MercurySteam, Nitro Games, Flashbulb Games und Supermassive Games gehören. Nordisk Games wiederum gehört zum Unterhaltungskonzern Nordisk Film, einem Teil der nordischen Mediengruppe Egmont.

Marcel Kleffmann