Games

Gamesförderung: Finanzierung bleibt gesichert

Ab kommender Woche berät der Deutsche Bundestag über den Haushalt 2022 und der wird trotz neuer Schulden, Regierungswechsel und einen Wechsel der Ressortzuständigkeit voraussichtlich erneut 50 Millionen Euro für die Förderung von Computer- und Videospielen vorsehen.

27.05.2022 16:56 • von Stephan Steininger
- (Bild: Deutscher Bundestag/Simone N. Neumann )

Die deutsche Gamesbranche kann sich auch weiterhin auf eine 50-Millionen-Euro-schwere Förderung freuen und verlassen. Trotz Regierungswechsel und trotz Wechsel der Zuständigkeit vom Verkehrs- ins Wirtschaftsministerium ist das Budget in Höhe von 50 Millionen Euro im Haushalt 2022 seitens der Regierung eingeplant. Es ist anzunehmen, dass die Parlamentarier:innen nach den Beratungen des Haushaltsgesetz an vier Sitzungstagen in der kommenden Woche schlussendlich zustimmen. Damit wäre die weitere Finanzierung gesichert.

Dass die Branche diese Nachricht mit Erleichterung aufnehmen wird liegt auch an der Hängepartie, die es in Sachen Gamesförderung in der Vergangenheit bereits gab. Tatsächlicht hatte der damalige Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in seinem Haushaltsplan für 2020, also dem ersten Jahr nach Einführung der Förderung, die Gamesförderung schlicht nicht budgetiert. Erst bei den Haushaltsberatungen wurden im Bundestag wurde das Geld durch die Mitglieder des Parlaments, allen voran von SPD, FDP und Gründe aber auch aus der Union, wieder in die Planung aufgenommen. Damals verständigte man sich auch, dass die Förderung bis mindestens 2023 verstetigt werden soll. Im Rahmen der Verstetigung wurde auch eine Evaluierung beschlossen. Das Geld hierfür kommt aus dem Budget der Förderung und kann bis zu 100.000 Euro ausmachen. Weitere 2,7 Millionen der 50 Millionen Euro sind als Kosten für den Projektträger veranschlagt.

Auch wenn davon auszugehen war, dass vor allem FDP und Gründe sich weiter für eine sinnvolle Unterstützung der Gamesbranche stark machen würden und dass die Gamesförderung kein Wackelkandidat war, ist die Berücksichtigung bereits im Budgetentwurf des Ministeriums ein positives und bestärkendes Zeichen.