Games

data.ai-Prognose: Games-Marktvolumen wächst auf 222 Mrd. Dollar

In einem neuen Report gaben data.ai und IDC eine erste Prognose zur Gesamtmarktentwicklung Games für das laufende Jahr ab. Wachstumstreiber bleiben die Mobile-Games die im Q1 mehr als 1,6 Mrd. Dollar pro Woche umsetzten. Belegt haben die Marktforscher:innen auch den Einbruch russischer Mobile-Games-Umsätze, der auf den Krieg zurückgeht.

27.05.2022 13:51 • von Stephan Steininger
Der Markt wächst vor allem dank Mobile Games weiter, sagen die Marktforscher:innen von data.ai und IDC (Bild: data.ai/IDC)

Das Wachstum im globalen Spielemarkt hält an. Das ist das kaum überraschende Ergebnis einer neuen Untersuchung und Prognose der Marktforscher:innen von IDC und data.ai. Im aktuellen "IDC Gaming Report" werden sie allerdings deutlich konkreter und geben mit 222 Milliarden Dollar Marktvolumen erstmals eine konkrete Prognose für die Entwicklung des laufenden Jahres ab.

Gestützt wird das vorhergesagte Wachstum einmal mehr von einer starken Entwicklung des Segments Mobile Games. Deren Anteil soll 2022 bei 61 Prozent oder einem Volumen von 136 Mrd. Dollar liegen. Das Umsatzvolumen von Mobile-Games ist also mehr als dreimal so groß wie das von Konsolen oder PC-Spielen, die auf ein Volumen von 42 bzw. 40 Mrd. Dollar geschätzt werden. Der Bereich Handheld liegt bei nur vier Mrd. Dollar.

Dass der Mobile-Games-Sektor das Potenzial zu weiterem Wachstum hat belegen die Marktforscher:innen durch Daten aus dem ersten Quartal. Da hätten die Verbraucher:innen im Schnitt 1,6 Mrd. Dollar pro Woche für Mobile-Games-Inhalte ausgegeben. Das seien 30 Prozent mehr als vor der Pandemie.

Als weiteren Trend machen data.ai und IDC einen stark steigenden Anteil von Mobile-Games aus, welche die Generation Z als Zielgruppe fokussieren. Dieser sei in Deutschland und in Großbritannien von 35 Prozent im Jahr 2019 auf 54 Prozent im Jahr 2021 gestiegen. In Frankreich fiel das Plus sogar noch stärker aus. Dort stieg der Anteil von 31 auf 60 Prozent.

Last not least werteten die Marktforscher:innen auch die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine aus. Dabei zeigt sich eine Delle der Umsätze bei Mobile Games in der Region Osteuropa. Diese sei allerdings ausschließlich auf die Umsätze russischer Gamer zurückzuführen. Da die Zahlungsabwicklung durch Google und Apple eingefroren wurde fiel der Anteil Russlands am Mobile Games-Umsatz in Osteuropa von 50 auf zehn Prozent. Die Mobile-Games-Umsätze in den anderen osteuropäischen Ländern haben sich hingegen nicht verändert.