Personalien

Manouchehr Shamsrizi wird Gaming-Spezialist des Auswärtigen Amtes

Das Auswärtige Amt in Berlin hat eine auf Gaming spezialisierte Teilzeitstelle geschaffen, mit der eine Gamingstrategie für die Behörde und ein Konzept der "Public Diplomacy" geschaffen werden soll. Erster Gaming-Spezialist ist Manouchehr Shamsrizi vom gamelab der Humboldt-Universität.

07.06.2022 10:40 • von
Manouchehr Shamsrizi (Bild: Körber-Stiftung)

Manouchehr Shamsrizi ist, zunächst von Mai bis Oktober, im Rahmen einer Entsendung als Gaming-Spezialist für das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland tätig. Das gab die Behörde auf Anfrage von GamesMarkt bekannt. Shamsrizi war bereits seit 2018 im Auftrag des Auswärtigen Amtes mit Studien zu den Potentialen von Gaming und E-Sport für die deutsche und europäische Außenpolitik befasst. Vor der nebenberuflichen Tätigkeit als Gaming-Spezialist für das Auswärtige Amt beschäftigte sich der gebürtige Hamburger u.a. als Fellow der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und als Global Justice Fellow an der Yale University mit Fragen der Chancen und Risiken von Gaming für die Außen- und Sicherheitspolitik. Shamsrizi ist unter anderem Mit-Gründer der seit 2014 bestehenden Forschungsgruppe gamelab.berlin an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitet mit dem von ihm initiierten Sozialunternehmen RetroBrain R&D an der Etablierung von Videospielen für den therapeutischen und präventiven Einsatz als Medizinprodukte in Deutschland.

Shamsrizis Vorgesetzte beim Auswärtigen Amt, die Beauftragte für strategische Kommunikation Irene Plank, kommentierte die Wahl des Gaming-Spezialisten wie folgt: "Videospiele, das meistgenutzte und reichweitenstärkste Medium unserer Zeit, sind ein relevantes Phänomen für die Außenpolitik geworden: Als Dimension im Wettbewerb der Narrative und unserer Auswärtigen Kultur- & Bildungspolitik, aber zugleich auch durch ihre Auswirkungen auf Technologieaußenpolitik oder die Digitalisierung von Verwaltung. Wir freuen uns, dass wir mit Manouchehr Shamsrizi jemanden für das Amt gewinnen konnten, der sich mit diesen verschiedenen Aspekten seit vielen Jahren wissenschaftlich und in der praktischen Realisierung von Gaming-Projekten in komplexen Multistakeholder-Kontexten beschäftigt, und darüber hinaus unser Haus seit vielen Jahren kennt."

Die frisch geschaffene Stelle als Gaming-Spezialist ist Teil der neu erarbeiteten Gaming-Strategie des Auswärtigen Amtes. Games sollen dabei als Teil eines neuen "Public Diplomacy"-Ansatzes in die Außenarbeit des Auswärtigen Amtes integriert werden.

GamesMarkt hat mit dem Auswärtigen Amt außerdem detailliert über die neue Gaming-Strategie gesprochen. Den detaillierten Artikel über den neuen "Public Diplomacy"-Ansatz finden Sie als Teil der kommenden GamesMarkt-Juliausgabe.

Pascal Wagner