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Embracer veröffentlicht vorläufigen Quartalsbericht für Q1 2022

Der vorläufige Quartalsbericht für Januar-März 2022 der Embracer Group sieht nicht schlecht aus: 117 Prozent Nettoumsatzsteigerung und eine operativen EBIT-Marge von 20 Prozent trotz Hilfspaketen für die eigenen kriegsgebeutelten Studios können die Schweden verzeichnen.

19.05.2022 11:01 • von
Die von CEO Lars Wingefors geführte Unternehmensgruppe hat 223 Spiele-Projekte in Entwicklung. (Bild: Embracer Group)

Die schwedische Embracer Group hat den vorläufigen Bericht der Quartalszahlen für Januar bis März 2022 veröffentlicht. Alle Angaben darin können noch nachgereichten Änderungen unterliegen.

Dem Bericht nach kann Embracer in fast allen Bereichen starkes Wachstum verzeichnen. Insbesondere der Nettoumsatz sticht heraus: Mit 5,25 Milliarden schwedische Kronen (SEK), also etwa 498,7 Millionen Euro, entspricht dieser einer Steigerung von 117 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der transparente Bericht schlüsselt den Nettoumsatz zudem nach den einzelnen Tochterfirmen auf. So erzielte etwa THQ Nordic 31,3 Millionen Euro Nettoumsatz, Koch Media Publishing 51,8 Millionen, DECA Games 58,7 Millionen und die im letzten Fiskaljahr eingekauften Gearbox Entertainment 57,8 Millionen sowie Asmodee 54,5 Millionen Euro Nettoumsatz.

Über das gesamte Fiskaljahr 2021/22 verzeichnete Embracer einen pro forma Nettoumsatz von 31 Milliarden SEK, das entspricht etwa 2,96 Milliarden Euro.

Mit 12.760 Mitarbeitenden im Vergleich zu 6.325 im Q1 2021 hat sich die Embracer Group im letzten Jahr personell außerdem verdoppelt.

Die operativen Einnahmen vor Steuer (EBIT) stiegen um 17 Prozent auf 100,3 Millionen Euro (1,052 SEK). Die operative EBIT-Marge liegt bei 20 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag die Marge trotz geringeren operativen Einnahmen vor Steuer mit 38 Prozent deutlich höher. Dazu bei trägt ein humanitäres Hilfspaket der Embracer Group in Höhe von 4,8 Millionen Euro und eines von Asmodee und Dark Horse in Höhe von 7,06 Millionen Euro für die gruppeninternen Mitarbeiter:innen, die vom russischen Angriffskrieg in der Ukraine betroffen sind. Das beinhaltet nicht nur ukrainische Studios: Die Embracer Group beschäftigt insgesamt 250 Menschen in der Ukraine, 1.000 in Russland und 250 in Belarus.

Das organische Wachstum im Quartal war "erwartungsgemäß" negativ, da im Vorjahr "Valheim" von Coffee Stain veröffentlicht wurde und einen sehr starken Launch hingelegt hatte. Solch ein zugkräftiger Überraschungshit fehlte in dem Zeitraum. "Wir hoffen und glauben, dass wir im kommenden Jahr noch viele solcher Erfolge in der Pipeline haben werden", heißt es von der Unternehmensleitung. "ELEX II", das als wichtigste Veröffentlichung im Quartal bezeichnet wurde, hat die finanziellen Erwartungen des Managements nicht erfüllt. Es wird aber erwartet, dass das Rollenspiel von Piranha Bytes über längere Zeit erfolgreich sein wird. Gelobt werden hingegen die stabilen Backkatalog-Verkäufe von "Metro Exodus", "Spongebob Squarepants: Battle for Bikini Bottom Re-Hydrated", "Wreckfest", "Biomutant", Deep Rock Galactic", "Valheim", "Satisfactory", "Goat Simulator" und "Hot Wheels Unleashed".