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game: Mobile Gaming setzt Wachstumstrend fort

Traditionell gibt der game-Verband nach Bekanntgabe der Jahresmarktdaten sukzessive einen tieferen Einblick in die Segmente. Wenig überraschend bleibt das Mobile Gaming auf Wachstumskurs und vom Free-to-Play-Modell beherrscht. Indirekt gibt es aber Hoffnung für den Teilmarkt Premiumgames.

11.05.2022 10:27 • von Stephan Steininger
Der game veröffentlichte nun einen tieferen Einblick in die Daten des Teilmarkt Mobile Games mit einer interessanten Entwicklung im Bereich Premium Games (Bild: game)

2,76 Milliarden Euro gaben die deutschen Verbraucher:innen 2021 für Mobile Games aus. Das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Anders gesagt: Das beeindruckende Wachstum der letzten Jahre setzt sich ungebremst fort. Die Daten auf Basis von Daten von GfK und data.ai veröffentlichte jetzt der game Verband. Der gibt traditionell nach Bekanntgaben der Jahresmarktdaten Stück für Stück einen tieferen Einblick in die verschiedenen Segmente des deutschen Gaming-Markts.

Dass der Mobile-Gaming-Markt mit konstantem Wachstum auf hohem Niveau im Grunde eine Fortschreibung der vergangenen Jahre ist, war zu erwarten. Allerdings gibt es dann doch eine kleine Überraschung. Der Teilmarkt für Abo-Gebühren für Apps, zu dem vorrangig Apple Arcade gehört, vervielfachte sich und steuert nun zwölf Mio. Euro zum Gesamtumsatz bei. Der einst klassische Markt der Premiumgames verliert hingegen weiter und kommt auf einen Umsatz von sieben Mio. Euro im Jahr 2021 nach elf Mio. im Vorjahr.

Auch wenn das grundlegende Geschäftsmodell - Einzelverkauf und Abonnement - dieser beiden kleinen Teilmärkte unterschiedlich ist, die darin vermarkteten Spiele sind sich sehr ähnlich. Tatsächlich bezeichnen viele Studios die Abo-Services wie Apple Arcade als neue Heimat der Premiumgames, da die Teilnahmerichtlinien in der Regel eine zusätzliche Vermarktung durch Werbung oder via In-Game-Käufe ausschließen.

Zählt man die Abo-Einnahmen zu den Umsätzen der Premiumgames hätte sich das Segment mit 19 Mio. Euro im Vergleich zu elf Mio. Euro im Vorjahr weit besser geschlagen, als gemeinhin angenommen. Am Gesamtbild ändert das freilich wenig. Free-to-Play-Games machen noch immer 99 Prozent der Mobile-Games-Umsätze auch in Deutschland aus.