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Sony verfehlt PS5-Absatzprognose im Fiskaljahr 2021

Der PlayStation-Hersteller hat seinen Geschäftsbericht für das Fiskaljahr 2021 veröffentlicht. Neben dem erwirtschafteten Umsatz zeigt der Bericht die Verkäufe der PlayStation 5 und der Gamingsparte Sonys auf. Intern gestellte Absatzprognosen konnten im vergangenen Jahr nicht erfüllt werden.

10.05.2022 14:07 • von
Sony gibt den Geschäftsbericht für das Fiskaljahr 2021 bekannt. (Bild: Sony Interactive Entertainment)

Wie der PlayStation-Hersteller in seinem Geschäftsbericht bekanntgegeben hat, wurde im vergangenen Fiskaljahr (April 2021 bis März 2022) mit seinen Spielen, Konsolen und Service 2,739 Mrd. Yen beziehungsweise 19,94 Mrd. Euro erwirtschaftet. Der Profit der Gamingsparte beläuft sich auf 346 Mrd. Yen beziehungsweise 2,52 Mrd. Euro. Im Fiskaljahr 2020 lag der erwirtschaftete Umsatz bei 2.653 Mrd. Yen beziehungsweise 19,35 Mrd. Euro. Der Profit lag im selben Zeitraum bei 341 Mrd Yen. Das enspricht 2,49 Mrd. Euro.

Im vergangenen Fiskaljahr hat das japanische Unternehmen mit allen Sparten einen Umsatz von 9,921 Mrd. Yen erwirtschaftet. Das entspricht einen Gesamtumsatz von 72,34 Mrd. Euro. Damit ist die Gamingsparte von Sony für fast als ein Drittel des gesamten Umsatzes verantwortlich. Hinsichtlich der Anteile am Gesamtumsatz, hat die Musiksparte elf Prozent, die Filmsparte zwölf Prozent und die Elektroniksparte 23 Prozent erwirtschaftet.

Die PlayStation 5 konnte sich im vergangenen Fiskaljahr trotz Lieferengpässen 11,5 Millionen Mal verkaufen. Damit belaufen sich die gesamten Verkaufszahlen auf 19,3 Millionen Exemplare. Sonys Verkaufsprognose für die PlayStation 5 lag für 2021 bei 14,8 Millionen Exemplaren und konnte damit nicht erfüllt werden. Für 2022 geht Sony von 18 Millionen Millionen verkauften PlayStation-5-Konsolen aus. Diese Zahl wurde nach unten korrigiert. Anfänglich zielte Sony auf 22,6 Millionen verkaufte Einheiten ab.

Der PS-Plus-Service besitzt laut Sony aktuell 47,4 Millionen Nutzer:innen. Das sind 200.000 Nutzer:innen weniger als im Vorjahr. Sony verzeichnete für das vergangene Fiskaljahr 106 Millionen aktive PlayStation-Nutzer:innen. Das sind drei Millionen weniger Nutzer:innen als noch vor einem Jahr. Im vergangenen Fiskaljahr konnte Sony 14,5 Millionen verkaufte First-Party-Titel verzeichnen. Das entspricht einem Zuwachs von 6,6 Millionen Einheiten im Vergleich zum Vorjahr. 71 Prozent der Spiele wurden digital erworben und damit um acht Prozent weniger als im Jahr zuvor. Sony zeigte im Geschäftsbericht auch auf, dass der Verkauf von Spielen und Add-Ons, die nicht von einem First-Party-Studio kommen, abgenommen hat. Die Verkaufszahlen der PlayStation 4 sind im vergangenen Fiskaljahr auf 117,2 Millionen Exemplare gestiegen.

Für das Fiskaljahr 2022 (April 2022 bis März 2023) hat Sony ebenfalls eine Verkaufsprognose abgegeben. Das japanische Unternehmen zielt auf ein Umsatzwachstum von 34 Prozent ab. Das würde 6,71 Mrd. Euro entsprechen. Es soll ein Verstärkter Fokus auf den Verkauf von Hardware und Peripheriegeräte gelegt werden, aber auch auf Spiele und Add-Ons von Nicht-First-Party-Studios. Weiterhin wird mehr Geld in die Entwicklung von Spielen und Studio-Übernahmen investiert, weswegen der operative Gewinn geringer ausfallen wird.