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Trickfilm-Festival wird hybrid

Nach zwei reinen Online-Ausgaben in den Pandemiejahren 2020 und 2021 will das Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart nun zu Präsenzveranstaltungen zurückkehren; Online-Angebote sollen den Kern des Festivals jedoch weiter ergänzen. Zentraler Pfeiler ist dabei der ITFS VR Hub, der als "gleichwertiger Festivalort" fungieren soll.

27.01.2022 13:21 • von Marc Mensch
Der ITFS VR Hub ist zentraler Bestandteil des Hybrid-Konzepts (Bild: ITFS)

Das 29. Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart soll vom 3. bis 8. Mai dieses Jahres erstmals als hybrides Event stattfinden, nachdem man in den beiden vergangenen Jahren pandemiebedingt komplett in den virtuellen Raum hatte ausweichen müssen. Die Erfahrungen mit den Online-Festivalausgaben 2020 und 2021 will man dabei nutzen, um die Rückkehr des ITFS in die Kinos und auf den Stuttgarter Schlossplatz mit weiter professionalisierten Online-Programmen zu verbinden. Diese sollen nun dazu dienen, den Kern des Festivals zu erweitern.

"Die hybride Form des Trickfilm-Festivals ermöglicht es, der nationalen und internationalen Bedeutung des ITFS gerecht zu werden und weitere Zielgruppen anzusprechen, so dass jeder Animationsfan weltweit dabei sein kann", so Dieter Krauß, Kaufmännischer Geschäftsführer des ITFS.

Zentraler Pfeiler des digitalen Programms ist demnach der ITFS VR Hub, den die Festivalleitung als "digitale Multiuser-Experience, bei der sich die Besucherinnen und Besucher virtuell als Avatare in zahlreichen Locations treffen und miteinander austauschen können", beschreibt. Dazu der Künstlerische Geschäftsführer, Ulrich Wegenast: "Im ITFS VR Hub werden als gleichwertiger Festivalort auch zahlreiche Streaming-Events, Workshops und Präsentationen stattfinden. Der innovative und immer noch experimentelle Charakter des VR Hub hat das Potential, in der technischen und strukturellen Weiterentwicklung beispielhaft für entsprechende Anwendungen auf dem Markt zu werden".

Der ITFS VR Hub wird gemeinsam mit der amerikanischen XR Designerin und Architektin Allison Crankund dem schweizerischen VR Experten Christophe Merkle in Mozilla Hubs entwickelt, die Anwendung wird in angepasster Form auch für Raumwelten 2022 als virtuelles Veranstaltungs- und Begegnungsformat genutzt werden. Das Projekt ist Teil eines Programms für digitale Interaktion ("dive in.") der Kulturstiftung des Bundes und wird von der BKM mit Mitteln aus "Neustart Kultur" gefördert.