Games

GIA veröffentlicht Report zur afrikanischen Spieleindustrie

Laut dem Bericht der afrikanischen Branchenwebseite auf Basis von Newzoo-Daten hat Südafrika Gameseinnahmen von 289,5 Millionen US-Dollar generiert und liegt damit vor den Ländern Nigeria, Ghana, Kenia und Äthiopien. Die Zukunftsaussichten fallen dabei positiv aus.

19.01.2022 17:16 • von Valentin Masszi

Die Branchenseite Games Industry Africa hat in Zusammenarbeit mit Newzoo einen Bericht zum Stand der Industrie in einigen afrikanischen Ländern veröffentlicht. Vor allem Südafrika, Nigeria, Ghana, Kenia und Äthiopien, alle aus der aus 46 Ländern bestehenden Sub-Sahara-Region, stehen im Fokus des Reports. Von den fünf Ländern floriert der Sektor allgemein in Südafrika am stärksten.

Dort spielen 40 Prozent der 59 Millionen Menschen großen Bevölkerung des Staates Games. Dahinter folgen Ghana mit 27 Prozent, Nigeria mit 23 Prozent, Kenia mit 22 Prozent und Äthiopien mit 13 Prozent. Die beliebteste Plattform sind dabei in allen Ländern deutlich Mobil-Geräte, die überwiegend im zweistelligen Millionenbereich genutzt werden, während zum Großteil kaum je eine Millionen Menschen auf PC oder Konsole spielen.

Auch in puncto Einnahmen liegt die Südspitze vorne. Rund 290 Mio. US-Dollar erwirtschafteten Games im Land 2021. Das entspricht rund 255 Mio. Euro. Nigeria kommt auf 184,6 Mio. US-Dollar (163 Mio. Euro), Ghana steht bei 41,7 Mio. US-Dollar (37 Mio. Euro), Kenia bei 38,1 Mio. US-Dollar (34 Mio. Euro) und Äthiopien bei 35,2 Mio. US-Dollar (31 Mio. Euro). Mit gewissem Abstand geben SpielerInnen in Südafrika auch am meisten für Games aus, nämlich 43 Prozent. Damit liegen sie zehn Prozentpunkte vor Ghana und Äthiopien und 11 Prozentpunkte vor Nigeria und Kenia.

Für Nordafrika, also die Region nördlich der Sahara, liegen laut Bericht hingegen kaum Zahlen vor. Die Einnahmen aus den Jahren 2017 bis 2019 bescheinigen Ländern wie Algerien, Tunesien, Ägypten und Marokko jedoch ein stetes Wachstum. 2019 lag Ägypten zuletzt bei 267 Mio. US-Dollar (235 Mio. Euro), Marokko bei 121 Mio. (107 Mio. Euro), Algerien bei 96,2 Mio. (85 Mio. Euro) und Tunesien bei 60,5 Mio. (53 Mio. Euro).

Im Ausblick auf 2022 bringt GIA drei wesentliche Faktoren an. Unterstützungsprogramme wie der Diverse Game Developer Fund, der African Game Developer Prototype Fund oder der Black Game Developer Fund sind im Anstieg begriffen. Das wiederum führte und führt zu einem Start-up-Boom mit immer mehr Firmen im Gamesbereich. Diese neuen Unternehmen arbeiten teils über Ländergrenzen hinweg zusammen, um pan-afrikanische Projekte umzusetzen, was die Industrie auf dem Kontinent weiter stärken dürfte. GIA selbst möchte die Aufgabe angehen, Branchenreports zu den Ländern Afrikas zu erstellen. Den Start soll in Kürze Südafrika machen.