Personalien

Kabinett ernennt Burkhard Blienert zum Sucht- und Drogenbeauftragten

Der SPD-Politiker Burkhard Blienert ist neuer Sucht- und Drogenbeauftragter der Bundesregierung. Das Kabinett folgte damit einem Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach. Seine Amtsvorgängerinnen aus den Reihen der CSU kritisierten die Gamesbranche teilweise scharf.

13.01.2022 10:09 • von Stephan Steininger
Neuer Sucht- und Drogenbeauftragter der Bundesregierung: Burkhard Blienert (SPD) (Bild: Bundesgesundheitsministerium/Thomas Ecke)

Nach und nach formiert sich das Regierungspersonal auf allen Ebenen. So beschloss nun auch das Kabinett die Personalien zu den Beauftragten aus dem Gesundheitsbereich. Aus Sicht der Gamesbranche ist dabei die Ernennung des SPD-Politikers Burkhard Blienert zum neuen Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung relevant.

Blienert folgt auf die CSU-Politikerin Daniela Ludwig, die das Amt 2019 von Marlene Mortler, ebenfalls CSU, übernahm. Mortler nutze das Thema Computerspielsucht mehrfach um sich für eine restriktivere Jugendschutzpolitik bei Computer- und Videospielen auszusprechen und verwies mehrfach auf die Gefahren der Digitalisierung durch zu viel Medienkonsum. Kristiert wurde sie vor allem, weil sie für einen Paradigmenwechsel eintrat, der digitale Medien unter eine Art Generalverdacht stellt. Statt zu verbieten was schadet soll nur erlaubt werden was nachweislich unbedenklich ist.

Mortlers Nachfolgerin Ludwig sprach sich zwar ebenfalls kritisch zum Thema Games aus, kehrte jedoch grundsätzlich zur mehr Sachlichkeit zurück. Ein Kurs, den Blienert fortsetzen dürfte. Allerdings dürfte auch er das Thema Computerspielsucht adressieren, da diese inzwischen von der WHO und sehr zum Unmut der Branche offiziell als Krankheitsbild anerkannt ist. Dafür spricht auch, dass seine Amtsbezeichnung erweitert wurde. Blienert ist "Sucht- und Drogenbeauftragter der Bundesregierung" während seine Vorgängerinnen offiziell lediglich als "Drogenbeauftragte" tituliert wurden.