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Sony will PS5-Knappheit scheinbar durch PS4-Produktion beikommen

Laut einem Bloomberg-Bericht geht die Produktion von Sonys Last-Gen-Konsolen länger weiter als geplant, da die Stückzahlen der PlayStation 5 nach wie vor nicht ausreichen. Zum geplanten Stop der PS4-Herstellung gibt es widersprüchliche Aussagen.

13.01.2022 11:46 • von Valentin Masszi

Eigentlich hätte die Produktion der PlayStation 4 mit dem Jahresabschluss 2021 ein Ende finden sollen, das berichten Sony-nahe Quellen laut einem Artikel von Takashi Mochizuki und Debby Wu für Bloomberg. Ihnen zufolge hat das Unternehmen diese Pläne aufgrund des anhaltenden Mangels an PlayStation-5-Konsolen jedoch verworfen und will auch 2022 weiter neue Last-Gen-Hardware in den Handel bringen. Vorläufig soll es sich dabei um rund eine Million Stück handeln, je nach Bedarf mehr oder weniger.

Die weitere Produktion der PS4 bringe Sony in der aktuellen Lage einige Vorteile, so die Bloomberg-Quellen. Einerseits ist die Herstellung billiger, da die verbauten Teile älter sind und die Konstruktion einfacher ist, andererseits verschafft die neue Bestellung dem japanischen Unternehmen mehr Spielraum bei künftigen Verhandlungen mit Produktionspartnern.

Sony widerspricht Teilen dieser Darstellung gegenüber Bloomberg jedoch. So wäre kein Produktionsstop im Raum gestanden, so das Unternehmen, schließlich handle es sich um eine der meistverkauften Konsolen überhaupt. Im Februar lag die PS4 bei 115 Millionen Verkäufen. Nichtsdestotrotz schlägt sich der Generationenwechsel deutlich in den Zahlen nieder, nicht zum Vorteil der PS4, wie etwa der letzte Geschäftsbericht von Sony zeigt. Ob die weitere Last-Gen-Herstellung die angespannte PS5-Lage trotzdem positiv beeinflusst, wird sich zeigen.