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Update: "Stalker-2"-Studio rudert nach NFT-Kritik zurück

Eigentlich sollten die Rechte für das Erscheinen als NPC in "Stalker 2" im Januar als NFT versteigert werden. Per Twitter gab GSC Game World nun jedoch bekannt, auf Basis des Fan-Feedbacks sämtliche NFT-Pläne fallen zu lassen.

16.12.2021 15:34 • von Valentin Masszi
Für "Stalker 2" soll ein NFT verkauft werden, das die Rechte enthält, als NPC im Spiel zu erscheinen. (Bild: Koch Media)

Update vom 17. Dezember 2021:

GSC Game World wird die Rechte für das Erscheinen als NPC im kommenden "Stalker 2" doch nicht als NFT versteigern. Der Widerspruch aus der Community war scheinbar derart stark, dass das Studio nun ein Statement auf Twitter veröffentlicht hat, nach dem es sämtliche NFT-bezogenen Pläne fallen lassen will.

"Basierend auf dem Feedback, das wir erhalten haben, haben wir uns entschieden, alles NFT-bezogene für 'Stalker 2' zu streichen. Die Interessen unserer Fans stehen für das Team an erster Stelle. Wir machen dieses Spiel, damit ihr Spaß daran habt - was es auch kosten mag. Wenn es euch wichtig ist, ist es auch uns wichtig", liest sich in dem Statement.

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Originalmeldung vom 16. Dezember 2021:

GSC Game World, das Studio hinter dem für den 22.04.2022 angesetzten "Stalker 2: Heart of Chernobyl", versteigert das Recht, als NPC in ihrem in Entwicklung befindlichen Titel zu erscheinen. Das berichtet unter anderem Gamesindustry.biz. Interessierte können dieses Recht als NFT auf einer Aktion im Januar 2022 erstehen. Darüber hinaus steht es ihnen offen, das NFT bis zu einem bestimmten Datum weiterzuverkaufen, an dem das Recht in Anspruch genommen werden muss.

Für die Transaktionen wird Dmarket genutzt und mit jedem Verkauf geht eine Gebühr an GSC Game World, deren Höhe das Studio allerdings nicht preisgibt. Gegenüber Gamesindustry.biz sagt CEO Evgeniy Grygorovych zudem, dass das NFT auch nach dem Stichtag noch weiterverkauft werden kann, weil es ebenfalls die Rechte für das eigene Antlitz in einem weiteren, noch unangekündigten Spiel von GSC Game World enthalten wird.

Das NFT basiert auf Ethereum, einer Blockchain, die beispielsweise Ubisoft bei ihrem NFT-Einstieg bewusst gemieden haben, da sie wesentlich umweltschädlicher ist als andere Blockchains. Auf Nachfrage von Gamesindustry.biz sagte Grygorovych: "Es gibt sehr effiziente Blockchains wie Solana und Polygon, aber dennoch ist die Nachfrage nach Ethereum weiterhin groß. Übrigens wechselt Ethereum zu einem nachhaltigeren Mining Modell. Wie dem auch sei, wir sind Blockchain-agnostisch."

The Verge berichtet des Weiteren, dass GSC Game World zusätzliche NFTs einplant, deren Inhalt jedoch noch verschwiegen wird. Grygorovych sagte der Webseite nur, dass keine Gameplay oder anderweitige Vorteile für SpielerInnen entstehen würden.