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Überarbeitet Sony Interactive Entertainment sein Abo-Konzept?

Laut dem US-Dienst "Bloomberg" arbeitet Sony Interactive Entertainment an einem neuen Abonnement-Produkt mit Codenamen "Spartacus", das eine Verschmelzung der Dienste PlayStation Plus und PlayStation Now vorsehen soll. Das PS Plus Brand soll angeblich beibehalten werden. "Bloomberg" bewertet die Pläne als Reaktion auf Microsoft Game-Pass-Strategie.

06.12.2021 12:18 • von Stephan Steininger

Kommt es im Frühjahr 2022 zu einer grundlegenden Änderung in der digitalen Abonnement-Strategie von Sony PlayStation? Ein Bericht des US-Tech-Dienstes "Bloomberg" legt diesen Schluss jedenfalls nahe. Bloomberg-Autor Jason Schreier spricht unter Bezug auf Dokumente, die Bloomberg habe einsehen können, von einem Projekt mit Codenamen Spartacus. Es soll sich dabei um einen neuen, mehrstufigen Abo-Dienst handeln, der PlayStation-BesitzerInnen unter anderem Zugriff auf einen Katalog alter und neuer PlayStation-Spiele ermöglicht. Die Details seien angeblich noch nicht final.

Der neue Dienst wird aber wohl die bestehenden Abonnement-Services PlayStation Plus und PlayStation Now in sich verschmelzen. Laut Bloomberg soll der Name PS Now dabei verschwinden, der ohnehin viel besser etablierte Brand PlayStation Plus beibehalten werden.

"Bloomberg" wertet die strategischen Überlegungen als Reaktion auf das immer besser laufende Geschäft Microsofts mit dem Game Pass. Microsoft verzeichne bereits rund 18 Millionen Game Pass Abonnenten, die gegen eine monatliche Gebühr Zugriff auf einen mehrere hundert Spiele starken Katalog auch aktueller Games haben. Selbst Neuerscheinungen landen ad hoc im Game Pass, werden dann aber wieder ausgelistet, sodass eine längere Nutzung doch noch den Kauf des Spiels erfordert.

Es ist zwar richtig, dass Sony kein Angebot analog zum Game Pass hat, mit fast 50 Millionen zahlenden PlayStation Plus Abonnenten ist Sony aber keineswegs so im Zugzwang, wie es der Bloomberg-Artikel suggeriert.

Eine Neuordnung der Abonnement-Services erscheint für Sony dennoch sinnvoll. Zumal der Cloud-Gaming-Service PlayStation Now mit knapp über drei Millionen UserInnen kaum wie gehofft in die Gänge kam. Auf der anderen Seite verfügt der Sony-Konzern auch über Sparten in den Segmenten Musik und Film, in denen man bisher keine eigenen Abonnement-Dienste betreibt, sondern den Content an die entsprechenden Platzhirsche wie Netflix und Amazon Prime lizenziert.