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EA geht mit "Battlefield" in die Offensive und strukturiert um

Electronic Arts will mit der Battlefield-Reihe "All In" gehen und übergibt Vince Zampella die Leitung über das Franchise. Mit "Battlefield 2042" als Grundstein soll ein "Battlefield Connected Universe" mit weiteren Spielen realisiert werden.

03.12.2021 15:06 • von
"Battlefield 2042" soll der Grundstein für das "Battlefield Connected Universe" sein. (Bild: Electronic Arts)

Electronic Arts strukturiert die Ausrichtung der "Battlefield"-Marke um und verändert die personelle Leitung. Vielmehr möchte der Publisher bei der Shooter-Reihe "All In" gehen und begreift "Battlefield 2042" als Grundstein für die neue "Battlefield-Offensive". Diese Bemühungen stehen nicht ausschließlich mit dem problembehafteten Launch des jüngsten Teils in Verbindung, sondern zeichneten sich bereits im Sommer ab.

In Zukunft wird Vince Zampella für das gesamte Battlefield-Franchise verantwortlich sein. Zampella hatte Respawn Entertainment gegründet, die für "Titanfall", "Star Wars Jedi: Fallen Order" und "Apex Legends" bekannt sind. Vorher war er bei Infinity Ward tätig und drückte der Call-of-Duty-Reihe seinen Stempel auf. Er wird aber weiterhin ein Auge auf "Apex Legends" und die weiteren Projekte von Respawn Entertainment werfen. Unbestätigte Gerüchte besagen, dass ein Nachfolger von "Star Wars Jedi: Fallen Order" in Entwicklung sei.

Eine wichtige Rolle in der Battlefield-Zukunft wird Marcus Lehto spielen, der ein neues EA-Studio in Seattle gründen wird. Der Creative Art Director der ersten drei Halo-Spiele und Chef-Entwickler hinter dem gefloppten "Disintegration" will sich in Zukunft um die spielübergreifende Geschichte und das World-Building kümmern. In späteren Seasons von "Battlefield 2042" und darüber hinaus soll man die Früchte seiner Story-Arbeit sehen können. Schon im Sommer wurde Byron Beede als Senior Vice President und General Manager bei EA eingestellt. Beede war vorher bei Activision und u.a. an "Call of Duty: Warzone" und "Call of Duty: Mobile" beteiligt. "Battlefield 2042" fiel noch nicht unter seine Leitung. Für die nächsten Battlefield-Teile und den kommende Mobile-Titel wird er verantwortlich zeichnen.

Beim Entwicklerstudio DICE gibt es ebenfalls Veränderungen. Head of Design Fawzi Mesmar hatte bereits angekündigt, DICE verlassen zu haben (Ziel: Ubisoft) und auch General Manager Oskar Gabrielson verlässt das EA-Studio. Rebecka Coutaz wird die Position von Gabrielson übernehmen. Sie war vorher Studio Director bei Ubisoft Annecy.

Electronic Arts stellte gegenüber GameSpot klar, dass sie "Battlefield 2042" keinesfalls auf das Abstellgleis schieben wollen. Der Multiplayer-Shooter soll ein Teil des neuen Battlefield-Universums werden. EA COO Laura Miele erklärte, dass sie bei der Battlefield-Reihe "All In" gehen würden, um das enorme Potenzial der Marke ausschöpfen zu können. "Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so leidenschaftliche Fans haben und ich bin zuversichtlich, dass wir weiter alles tun werden, um ihre Erwartungen zu erfüllen. Wir glauben an 2042, denn es ist der Grundstein für die Zukunft, wenn wir mit der Arbeit an der Erweiterung des Universums beginnen", sagte sie. Zampella betonte, dass die Marke als Ganzes ausgebaut werden soll und an einem "Battlefield Connected Universe" gearbeitet werde - angelehnt an das MCU, das Marvel Cinematic Universe.

DICE, Ripple Effect und das neue Studio in Seattle sollen dieses Vorhaben realisieren. Die Anzahl der Entwickler, die innerhalb von EA an der Battlefield-Franchise arbeiten, soll "signifikant erhöht" werden. Zugleich wurde bestätigt, dass Ripple Effect, das Studio hinter dem Spielmodus "Battlefield Portal" in "BF2042", an einer neuen Battlefield-Erfahrung im 2042-Universum arbeiten wird. Die Begriffe "Battlefront" bzw. "Star Wars Battlefront" wurden in dem Medienbericht übrigens nicht erwähnt.

Erst gestern ist der dritte Patch für "Battlefield 2042" veröffentlicht worden, der wöchentliche Missionen implementiert und zahlreiche Verbesserungen sowie Bugfixes vornimmt - und für weitere Bugs sorgt.