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Nintendo möchte die Vielfalt fördern und den Frauenanteil erhöhen

Nintendo hat den Corporate Governance Report aktualisiert und mit Passagen zum Klimawandel sowie zur Sicherstellung der Vielfalt des Personals in Schlüsselpositionen ergänzt. Das Ziel ist es, mehr Frauen einzustellen und für ein gutes Arbeitsumfeld zu sorgen.

01.12.2021 14:48 • von
Nintendo möchte mehr Frauen einstellen und den Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen. (Bild: Nintendo)

Der Corporate Governance Report ist von Nintendo Co., Ltd. überarbeitet und ergänzt worden. In dem Dokument, das die Richtlinien einer möglichst guten Unternehmensführung umfasst, wird festgeschrieben, dass sich Nintendo bemüht, Frauen einzustellen und ein Umfeld zu schaffen, in dem Frauen eine erfolgreiche Karriere machen können. Es wird zudem beabsichtigt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen in den Hauptniederlassungen der Nintendo-Gruppe weltweit und bei Nintendo Co., Ltd. in Japan zu erhöhen. Am 31. März 2021 betrug der Anteil von Frauen in Führungspositionen in den weltweiten Zweigstellen 23,7 Prozent. In Japan lag dieser Anteil bei lediglich 4,2 Prozent.

Auszug aus dem Corporate Governance Report: "Das Unternehmen achtet bei der Einstellung von Mitarbeitern die Menschenrechte und wählt sie auf der Grundlage ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten aus, unabhängig von Geschlecht, Alter, Nationalität, Behinderung, sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität - und führt eine faire Mitarbeiterbeurteilung und -bewertung entsprechend der Qualität und Quantität der von den Mitarbeitern nachgewiesenen Fähigkeiten durch."

Das Unternehmen hat aber keine spezifischen Zielvorgaben für die Besetzung von Führungspositionen mit Frauen, ausländischen Staatsangehörigen und Mid-Careers gesetzt.

"Als globales Unternehmen, das in der Unterhaltungsbranche tätig ist, die durch eine zunehmende Diversifizierung der Kundenbedürfnisse und -präferenzen gekennzeichnet ist, ist es jedoch unerlässlich, dass wir die Kompetenzen einer vielfältigen Belegschaft nutzen. Daher sind wir bestrebt, die Persönlichkeit und die Stärken jedes einzelnen Mitarbeiters zu respektieren, einschließlich der Mitarbeiter unserer Tochtergesellschaften in Übersee, und ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter mit unterschiedlichem Hintergrund ihr Potenzial voll ausschöpfen können", heißt es weiter im CSR.

Einige Tage vor der Anpassung der Richtlinien zur Diversität soll sich Doug Bowser, Präsident von Nintendo of America, in einem internen Schreiben kritisch zur Situation bei Activision Blizzard geäußert haben. Er beschrieb die Lage und die Berichte (Belästigung, Missbrauch und Diskriminierung am Arbeitsplatz) demnach als "erschütternd".

Außerdem ist folgende Passage mit Klimawandel-Bezug in den CSR aufgenommen worden: "Wir sind uns bewusst, wie wichtig es ist, auf Umweltfragen, einschließlich der Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel, zu reagieren, und werden uns kontinuierlich mit der Entwicklung einer für das Unternehmen geeigneten Initiativpolitik und Methodik zur Offenlegung von Informationen befassen."