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CD Projekt steht nicht zum Verkauf, will aber weiter wachsen

CD-Projekt-Präsident Adam Kicinski stellte klar, dass das Unternehmen nicht auf der Suche nach einem strategischen Investor sei. Sie hätten schon seit längerer Zeit Maßnahmen gegen eine feindliche Übernahme getroffen.

29.11.2021 12:22 • von
CD Projekt soll auch in Zukunft unabhängig bleiben. Weitere Übernahmen wie jüngst das Studio The Molasses Flood sind aber möglich. (Bild: CD Projekt)

CD Projekt ist nicht auf der Suche nach einem strategischen Investor und sieht sich auch nicht als Kandidat für eine (feindliche) Übernahme, sagte CD-Projekt-Präsident Adam Kicinski in einem Interview mit der polnischen Rzeczpospolita via VGC. "Wir sagen schon seit Jahren, dass wir unabhängig bleiben wollen und nicht vorhaben, Teil eines größeren Unternehmens zu werden. Wir sind auch nicht auf der Suche nach einem strategischen Investor", erklärte er.

Kicinski ergänzte noch, dass es in der Satzung des Unternehmens weiterhin Bestimmungen zum Schutz vor feindlichen Übernahmen geben würde und diese Passagen nicht abgeschwächt wurden. Die Marktforscher von DFC Intelligence bezeichneten das Unternehmen Anfang des Jahres bzw. nach dem turbulenten Verkaufsstart von "Cyberpunk 2077" im Dezember 2019 als möglichen Übernahmekandidaten.

Zugleich schloss Kicinski nicht aus, dass es in der Zukunft weitere Fusionen oder Übernahmen geben könnte. So wurde CD Projekt Red, die Entwicklungsabteilung innerhalb der CD-Projekt-Gruppe, kürzlich von einem Team (ehemals Digital Scapes) in Vancouver verstärkt, während das übernommene Studio The Molasses Flood an einem Spiel auf Basis einer CD-Projekt-Franchise arbeiten wird.

CD Projekt Red wird in diesem Jahr keine Updates mehr für "Cyberpunk 2077" veröffentlichen. Aktuell arbeitet das Team an der Next-Generation-Version für PlayStation 5 und Xbox Series X/S, die im ersten Quartal 2022 zusammen mit einem großen Update auf Version 1.5 bereitstehen soll. Das letzte Update 1.31 erschien Mitte September. Im zweiten Quartal 2022 soll die Next-Gen-Version von "The Witcher 3: Wild Hunt" folgen. Die Umsetzung mit technischen Verbesserungen und zusätzlichen Inhalten, die von der Netflix-Serie inspiriert wurden, entsteht in Zusammenarbeit mit Saber Interactive, die bereits die Switch-Version des Hexers realisiert hatten.

In der CD-Projekt-Gruppe sind laut Kicinski derzeit über 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. In den Studios von CD Projekt Red arbeiten rund 660 EntwicklerInnen - weniger als ein Drittel von ihnen arbeitet an Updates und der Next-Gen-Version von "Cyberpunk 2077". Von Monat zu Monat wächst die Anzahl der MitarbeiterInnen, die am ersten Erweiterungspaket für das Sci-Fi-Rollenspiel sitzen. Die anderen MitarbeiterInnen sollen mit anderen, bisher unangekündigten Projekten beschäftigt sein. CD Projekt Red möchte bekanntlich auf die Parallelproduktion von zwei AAA-Spielen in den Witcher- und Cyberpunk-Universen im kommenden Jahr umstellen.