Games

"Wasted" will den Spielejournalismus in Deutschland ein wenig durchschütteln

Mit "Wasted" wurde ein neues Online-Spielemagazin gestartet - quasi ein Online-Nachfolger zur WASD. Das Magazin soll "den Spielejournalismus in Deutschland ein wenig durchschütteln."

22.11.2021 16:14 • von
"Wasted" wurde von Christian Schiffer, Jagoda Froer und Stephan Günther aka Fabu gegründet. (Bild: Wasted)

"Verschwende deine Jugend", so lautet der provokante Zusatztitel von "Wasted". Auf dem neuen Onlineportal für Videogames werden Reviews, Analysen, Hintergrundberichte, Newsletter und Podcasts angeboten, wobei gerade die Texte auf der Website einen feuilletonistischen Ansatz und größere kreative Freiheit im Vergleich zu anderen Gaming-Magazinen versprechen. So schreibt z.B. Matthias Schmid in seiner Review zu Call of Duty: Vanguard: "Ein winterlicher Freitag Abend, Mitte November - da sitze ich nun auf meiner Couch und habe das zweifelhafte Vergnügen, die erste 'Call of Duty'-Kritik meines Lebens zu schreiben, bei der ich mich nicht an das Korsett üblicher Spieletests halten muss. Ich kann mich auf einen bestimmten Aspekt konzentrieren, völlig übers Ziel hinausschießen (schießen, haha!) oder einfach mal ein anderes Schlaglicht auf die größte Shooter-Marke der Welt werfen."

Finanziert wird das Projekt via Crowdfunding auf Patreon. Es gibt drei Mitgliedschaftslevel, die günstigste Variante liegt bei 7,90 Euro pro Monat. Die Crowdfunding-Kampagne wird auf YouTube in Videoform vorgestellt.

"Wasted" wurde im Sommer/Herbst 2021 konzipiert. Es wird von Christian Schiffer und Jagoda Froer herausgegeben. Schiffer war bis 2021 für die halbjährlich erscheinende WASD verantwortlich. Die WASD verstand sich als Indie-Bookazine für Videospielkultur. Stephan Günther aka Fabu (Game Two) ist Chefredakteur des neuen Magazins. Als freie Autoren sind u.a. Matthias Schmid, Rainer Sigl, Jan Bojaryn, Lea Irion, Christian Neeb, Sonja Wild und Adrian Froschauer gelistet.

Christian Schiffer schrieb auf Facebook: "Bäm! Ich habe in neues Gamesportal gegründet, als online-Nachfolger zur WASD. WASTED ist ein Experiment, das es so im deutschsprachigen Spielejournalismus noch nie gegeben hat: Ein großes Portal, das alles bietet, was das Gamer*innenherz begeht und sich dabei fast ausschließlich durch die Community finanziert."

"Unser Ziel mit WASTED: Mainstream im Inhalt und Indie in der Form. Wir haben einen starken Communityfokus und legen sehr viel Wert auf die elegante Einbindung von Interaktionsmöglichkeiten auf unserer Webseite, wie man an den WASTED Quartettkarten bereits erproben kann", so Jagoda Froer.