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Film- und Medienstiftung NRW fördert 13 Spiele mit 761.000 Euro

Der höchste von der Film- und Medienstiftung NRW vergebene Betrag geht an das queere Cyberpunk-Polizei-Abenetuerspiel"Mars Vice". Die meisten geförderten Projekte befinden sich noch in der Konzeptionsphase.

09.11.2021 14:20 • von Valentin Masszi

Die Film- und Medienstiftung NRW unterstützt 13 Games bei der Entwicklung. Das wurde im Rahmen der dritten und letzten Fördersitzung 2021 von der Stiftungsgeschäftsführerin Petra Müller, dem Studio Brand Director von Ubisoft Blue Byte Ronald Kaulbach, astragon-CEO Julia Pfiffer, dem Global Content Evangelist bei Epic Games Andreas Suika und David von Galen, Referent Medienwirtschaft Staatskanzlei des Landes NRW. Erst zum 23.02.2022 können wieder neue Projekte zur Förderung eingereicht werden.

Die höchsten Beträge dieser Runde gehen an zwei Spiele, die sich bereits in der Produktion befinden. "Mars Vice" ist ein queeres Cyberpunk-Polizei-Adventure, in dem Tiere die Hauptfiguren sind. Hinter dem Projekt steht Rho Labyrinths aus Langenfeld, die dafür 250.000 Euro erhalten. 115.000 Euro beziehen Buntspecht - Film und Digitales aus Köln. Sie arbeiten an "Fall of Porcupine", einem Plattformer mit narrativem Fokus, der sich um einen Assistenzarzt dreht, der von den negativen Umständen seines Berufs überrascht wird.

Fünf Games sind wiederum Teil der Prototypenförderung: "Hinterland", "Foreclosure", Mindzeit Mindful Games", "Grimm's Notebook" und "Dear Robin". "Hinterland" stammt von Cyber Manatee und bietet einen Mystery-Thriller im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Die Stiftung gibt dafür 80.000 Euro. Farbspiel Interactive entwickelt währenddessen mit 60.000 Euro im Rücken das Adventure "Foreclosure" rund um einen seltsamen Kult. Unterstützung in gleicher Höhe geht an C. Kleinjans & M. Spahic GbR (Mindzeit) für "Mindzeit Mindful Games", welche drei Mini-Games umfassen. Über 48.000 Euro kann sich Studio Inkyfox freuen, die "Grimm's Notebook" verantworten. Dabei handelt es sich um ein bewusst skurriles Third-Person-Adventure, bei dem der Bruder der Hauptfigur aufgespürt werden muss. Der letzte geförderte Prototyp ist "Dear Robin", eine App, in der Spielende den Alltag eines Rotkehlchens erleben. Das Studio DOTW erhält dafür 35.000 Euro.

Die meisten Spiele finden sich in der Kategorie Konzepte. "Above Clouds" von Cyberwave etwa. Dem Survival-Spiel auf fliegenden Inseln wurden 20.000 Euro zugesprochen. Weniger luftig sind die Umstände im JRPG "Hollow Glow", das in einer Stadt (am Boden) spielt und vor allem auf Sammeln und Rätseln setzt. Die Film- und Medienstiftung bewilligt dem Studio Mateja Riveros Silva Game Design für dieses Konzept ebenfalls 20.000 Euro. Die gleiche Summe geht auch an die Lernquiz-Sprach-App "Levooba Kids" von Levooba und das 20.000-Euro-Quadrupel voll macht schließlich "Magic Pawnshop" von Spoonful Games. Darin knüpfen SpielerInnen als fantastische LadenbesitzerInnen Kontakte zur Kundschaft. Einen weniger direkten Ansatz nimmt "Window Stories", bei dem man durch Wohnungsfenster in Point-and-Click-Manier Einfluss auf das Leben von Menschen nimmt. 18.000 Euro unterstützen Ludopium bei der Entwicklung. Das Schlusslicht macht das Studio MixUp mit 15.000 Euro und seinem Spiel "Escape the Universe". Darin testen die EntwicklerInnen aus, wie man das Escape-Room-Modell im Digitalen weiter ausbauen kann.