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Quartalszahlen: MTG-CEO Redin vermeldet Strategieerfolg

Der schwedische Konzern verzeichnet im Q3 einen Anstieg des Pro-Forma-Umsatzes um 16 Prozent. Mit den Zukäufen werden daraus 58 Prozent. Während der E-Sport auf Erhohlungskurs ist, will das Unternehmen sein Portfolio weiter ausbauen und auf "Buy & Build" setzen. CEO Redin sieht den Erfolg im diverseren Portfolio.

28.10.2021 15:57 • von Valentin Masszi
MTG-CEO Redin sieht Erfolg in der bisheringen Unternehmensstrategie. (Bild: Modern Times Group)

Die Modern Times Group hat ihre Zahlen für das dritte Geschäftsjahresquartal veröffentlicht. Der Nettogewinn von MTG ist dabei vom Minusbereich im Jahr 2020 bei -1,1 Millionen Euro (11 Mio. SEK) wieder ins Plus von 5,4 Millionen Euro (54 Mio. SEK) zurückgekehrt. Dank der Käufe von Hutch, Ninja Kiwi und PlaySimple kommt der Konzern im Jahresvergleich auf ein Umsatzplus von 58 Prozent. Rechnet man derlei Faktoren heraus, bleibt ein Pro-Forma-Anstieg von 16 Prozent. Konkret beträgt der Quartalsumsatz nach aktuellem Wechselkurs rund 144,2 Millionen Euro (1,44 Mrd. SEK). Die Gaming-Sparte klettert auf Basis der Zukäufe von 68,1 Millionen Euro (679 Mio. SEK) auf 108,4 Millionen Euro (1,08 Mrd. SEK).

Der E-Sport befindet sich langsam auf Erholungskurs, sind doch bereits mehrere Vor-Ort-Events von der MTG-Tochter ESL Gaming angekündigt. Dabei profitiert die Sparte auch vom relativ schwachen Q3 2020 mit 23,5 Millionen Euro (234 Mio. SEK) Umsatz, denen die 35,8 Millionen Euro (357 Mio. SEK) dieses Jahr erwartbar voraus sind. MTG geht von einem weiterhin schwächelnden Q4 aus, plant aber ab 2022 mit einer Rückkehr zu Live-Events und höheren Zahlen.

Group-President und CEO Redin kommentiert: "In weniger als einem Jahr haben wir MTG transformiert und sind unserer Strategie nachgekommen, ein breiter aufgestelltes Gaming- und E-Sport-Unternehmen zu werden. Durch den erfolgreichen Ausbau unseres Gaming-Bereichs haben wir unsere Spanne an Genres und Games ausgeweitet. Unsere Abhängigkeit von einem einzelnen Spiel liegt hinter uns und wir haben unseren Revenue-Mix signifikant erweitert. Und was am wichtigsten ist: Wir haben nun stärkere Group-Ressourcen und -Skills, die wir künftig über den gesamten Gaming-Bereich hinweg einsetzen können."

In diesem Sinne hat der Konzern eine Änderung an der internen Organisationsstruktur vorgenommen. Markus Lipp und Christian Pern, respektive CEO beziehungsweise CMO der Töchter Kongregate und InnoGames, werden die Posten als CFO und CMO des gesamten Gaming-Bereichs bei MTG übernehmen.

Redin erklärt weiter: "Wir werden unsere 'Buy & Build'-Strategie weiter vorantreiben und durchführen, da beide Bereiche in Märkten mit rapidem Wachstum agieren. Mit einem diverseren Geschäftsmodell und einer verbesserten Ökonomie, die mit einem größeren Maßstab einhergehen, erwarten wir, Shareholder-Value sowohl durch organisches als auch anorganisches Wachstum im Gaming und E-Sport zu schaffen."