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My.games hält Umsatzniveau aus Boom-Jahr

Mit einem Umsatzplus von nur 2,3 Prozent hat My.games das dritte Quartal abgeschlossen. Der Publisher ist dennoch zufrieden, war 2020 auf Grund des Lockdowns unglaublich stark. Zudem steigt der Gewinn, anders als der Umsatz, deutlich.

28.10.2021 15:03 • von Stephan Steininger

Je besser das Vorjahr, desto schwieriger ist es auf die guten Zahlen noch einen drauf zu setzen. Das Phänomen kennt nicht nur Take-Two, das sich lange schwer tat in den Jahren zwischen den "GTA"-Releases das Niveau zu halten, sondern jetzt auch My.games, die Gamestochter des russischen Internet-Konzerns Mail.ru.

Im abgeschlossenen dritten Quartal erreichte My.games mit einem Umsatz von 10,1 Mrd. Rubel, rund 116,4 Mio. Euro, gerade einmal ein Umsatzplus von 2,3 Prozent. Unzufrieden ist man dennoch nicht. Das Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten stieg um 23 Prozent auf 2,4 Mrd. Rubel oder rund 28,2 Mio. Euro. Auch die Internationalisierung des Geschäfts macht weiter Fortschritte. 77 Prozent der Umsätze erwirtschaftet My.games außerhalb der ehemaligen GUS-Staaten. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

"Das Jahr 2020 hat eine hohe Messlatte für die gesamte Spielebranche gesetzt. Wir haben dieses Leistungsniveau beibehalten und ein zweifaches Wachstum ohne neue Produkteinführungen erzielt. Dabei konnten wir unsere Nutzerzahl innerhalb des Jahres um 150 Millionen auf 890 Millionen steigern. Möglich wurde dies dank unseres diversifizierten Portfolios, kontinuierlicher Updates bestehender Produkte und einer gestärkten Position auf dem Markt für Mobile Games - einem der wichtigsten Treiber für neue Nutzer", so Vasily Maguryan, CEO von My.games.