Games

Studie: Deutsche XR-Branche jung, B2B-fokussiert und umsatzstark

Das Mediennetzwerk.NRW und die TH Köln haben kürzlich umfangreiche Erhebungsergebnisse zu Unternehmen im Cross-Reality-Bereich vorgestellt. So kam die XR-Branche mit geschätzt 10.000 Beschäftigten auf rund 400 Millionen Euro Umsatz.

28.10.2021 10:53 • von Valentin Masszi
- (Bild: Mediennetzwerk.NRW)

Vor Kurzem haben das Mediennetzwerk und die TH Köln die Studie "Cross Reality in Deutschland 2021" vorgestellt. Dafür haben sich die ForscherInnen über einen längeren Zeitraum mit Unternehmen im Bereich Virtual Reality, Mixed Reality und Augmented Reality auseinandergesetzt, Erhebungen angestrengt und die Ergebnisse auf 102 Seiten zusammengefasst.

Aus dem Papier geht unter anderem hervor, dass die deutsche XR-Branche etwa 1350 XR-Firmen zählt, die einen geschätzten Jahresumsatz von 400 Millionen Euro aufweisen, was sich in den Sphären der deutschen Gamesindustrie bewegt. Im Gegensatz zu der konzentrieren sich viele Cross-Reality-Unternehmen allerdings auf B2B-KundInnen. Nur 4,9 Prozent widmen sich vor allem dem B2C-Geschäft. Der Großteil der KundInnen stammt mit 68 Prozent aus dem verarbeitenden Gewerbe, beispielsweise der Automobil-Industrie, 53 Prozent fallen auf die Kunst- und Unternhaltungsbranche und 43 Prozent auf die Medien-, Informations- und Kommunikationssparte.

56 Prozent der deutschen XR-Unternehmen sind dabei erst zehn Jahre alt oder jünger. Seit 2016 wurden jährlich im Durchschnitt 92 Firmen gegründet. Auch sind sie vor allem klein und mittelgroß: Mehr als die Hälfte zählt nicht mehr als zehn Mitarbeitende, 30 Prozent verfügen über eine Personalstärke zwischen elf und 50. Die meisten XR-Betriebe finden sich in NRW mit 380, gefolgt von Bayern mit 298 und Berlin mit 272. Die wenigsten weisen Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland auf. Sie verzeichnen 22 Firmen oder weniger.

Die vollständige Studie, durchgeführt von Prof. Dr. Christian Zabel, Prof. Dr. Gernot Heisenberg und Verena Telkmann (M.A.) und in Auftrag gegeben vom Mediennetzwerk.NRW, findet sich auf der Webseite des Mediennetzwerks. Zur Vorstellung der Studie gab es eine einleitende Rede von der Geschäftsführerin des Netzwerks Sandra Winterberg, eine Präsentation von Prof. Dr. Zabel sowie eine Podiumsdiskussion mit Stephan Sorkin vom Erster Deutscher Fachverband für Virtual Reality e.V., Petra Dahm vom Extended Reality Bavaria e.V., Laura Hirvi vom Virtual Reality Berlin-Brandenburg e.V. und Simon Graff vom nextReality.Hamburg e.V. Die Veranstaltung lässt sich auf YouTube ansehen.