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YouGov veröffentlicht White Paper zur Gaming-InfluencerInnen-Szene

Jeder vierte Erwachsene folgt einem Social-Media-Influencer, jeder zehnte Erwachsene einem Gaming-Influencer. Bei den 18- bis 34-jährigen Männern ist es sogar jeder Vierte. Das sind nur einige der Erkenntnisse, die YouGov jetzt im Rahmen einer dreiteiligen White-Paper-Serie mit Titel "Game-Changers: The power of gaming influencers" veröffentlichte.

26.10.2021 17:14 • von Stephan Steininger
YouGov veröffentlicht den ersten Teil des dreiteiligen White Papers "Game-Changers: The power of gaming influencers" (Bild: YouGov)

Das Marktforschungsunternehmen YouGov nimmt das Segment Gaming-InfluencerInnen unter die Lupe. Konkret veröffentlichte YouGov jetzt den ersten Teil einer auf drei Teilen ausgelegten White-Paper-Serie mit dem Titel "Game-Changers: The power of gaming influencers" (Download). Im ersten Teil geht es vor allem um die Reichweiten von Gaming-InfluencerInnen auch im Vergleich zu anderen Social-Media-InfluencerInnen. In den noch unveröffentlichten Teilen zwei und drei geht es einmal um die Profile der Zuschauerschaft sowie um die Bedeutung von Loyalität, Engagement und Vertrauen und wie Marken von einer Zusammenarbeit profitieren könnten.

Als Basis für das White Paper dienen repräsentative Umfragen in zwölf Ländern, darunter die USA und Australien oder auch UK, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, sowie Online- bzw. auf die Urbane Bevölkerung ausgerichtete Umfragen in China, Indien, Indonesien oder Mexiko. Insgesamt wurden Erwachsene bzw. über 16-Jährige in 17 Ländern befragt.

Kernergebnis: 43 Prozent aller Befragten folgen mindestens einem oder einer Social-Media-InfluencerIn. Im Landesvergleich kam es jedoch zu höchst unterschiedlichen Ergebnissen. So gaben 75 Prozent der in den Vereinigten Arabischen Emirate befragten Menschen an, einem bzw. einer InfluenerIn zu folgen, gefolgt von Indonesien (73 Prozent) und Indien (71 Prozent), während die Ergebnisse der europäischen Teilnehmerländer allesamt unter dem Durchschnitt lagen. Deutschland liegt mit gerade einmal 25 Prozent auf dem vorletzten Platz vor UK mit 22 Prozent.

Einem bzw. einer Gaming-InfluncerIn folgen indes über alle Länder nur neun Prozent der Befragten. Nach InfluencerInnen-Kategorien landet Gaming nur auf Platz 11. Spitzenreiter sind hier die Kategorien Food, Health und Celebrity. Auch Travel, Fashion, Music oder Beauty liegen noch vor Gaming.

Das Ranking verändert sich massiv, wenn man nach Geschlechtern und nach Altersklassen unterscheidet. In der Gruppe der 18- bis 34-Jährigen schafft es Gaming als Kategorie mit 21 Prozent bereits auf Platz sechs. Nimmt man nur die Männer dieser Altersklasse ist Gaming das Nummer-1-Thema mit 23 Prozent. Gleiches gilt übrigens auch bei der Auswertung nach Geschlecht über alle Altersklassen. Auch da liegt Gaming mit jedoch nur 12 Prozent auf Platz eins der Kategorien, den man sich jedoch mit anderen teilt.

Bleibt man in der Kernzielgruppe der 18- bis 34-jährigen Männer ist Gaming in zwölf der 17 Länder die wichtigste Social-Media-Influencer-Kategorie. Neben den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien muss sich Gaming auch in Frankreich, Dänemark und Schweden anderen Kategorien - Musik, Fitness und Sport - geschlagen geben. In allen drei europäischen Ländern kommt Gaming jedoch mindestens an dritter Stelle. In Deutschland liegt Gaming hier übrigens mit 21 Prozent deutlich vor Sports (14 Prozent) und General/Lifestyle (14 Prozent).

Eine weitere, wenn auch wenig überraschende Erkenntnis ist, dass die Bereitschaft einem oder einer Games-InfluencerIn zu folgen mit der Nutzungsdauer von Games steigt. In Deutschland verdoppelt sich die Bereitschaft nahezu, wenn der oder die Befragte mehr als elf Stunden pro Woche spielen.

Last not least zeigen die Daten von YouGov, dass UserInnen, die Games-InfluencerInnen folgen, auch offen für andere Kategorien sind. In der Regel folgen sie auch InfluencerInnen aus den Bereichen Music (41 Prozent), Food (39 Prozent) und Sports (34 Prozent).