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"Nächster Schritt zu ökologischen Mindeststandards"

Der Aufsichtsrat der Film- und Medienstiftung NRW hat in seiner jüngsten Sitzung die Einführung einer Selbstauskunft zur ökologisch-nachhaltigen Produktion beschlossen.

30.09.2021 16:51 • von Marc Mensch
Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung (Bild: Uwe Schaffmeister)

Antragsteller*innen auf Förderung bei der Film- und Medienstiftung NRW werden ab 1. Januar kommenden Jahres ihren Anträgen eine Selbstauskunft zur ressourcenschonenden Herstellung ihrer Projekte vorlegen müssen. Mit der Maßnahme, die der Aufsichtsrat des Förderers bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat, soll ein verstärkter Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet werden.

Dazu der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Werner Schwaderlapp: "Das Thema der nachhaltigen Produktion beschäftigt die Branche seit geraumer Zeit. Deshalb begrüßt der Aufsichtsrat der Film- und Medienstiftung die Einführung einer Selbstauskunft als logischen nächsten Schritt auf dem Weg zu einheitlichen ökologischen Mindeststandards."

Geschäftsführerin Petra Müller ergänzt: "Nach der Anerkennung der Kosten für die nachhaltige Produktion und der Beauftragung einer Studie zur Erarbeitung ökologischer Mindeststandards will die Film- und Medienstiftung NRW mittels einer Selbstauskunft die schrittweise Etablierung ressourcenschonender Produktionsweisen weiter vorantreiben. Nachhaltigkeitsmaßnahmen werden in vielen Produktionsbereichen bereits erfolgreich umgesetzt. Wir freuen uns darauf, diese gemeinsam mit der Branche weiterzuentwickeln."

Bereits 2017 hatten sich die Bundes- und Länderförderer zur Anerkennung und Förderung der Kosten für die ökologisch-nachhaltige Produktion verpflichtet. 2020 folgte unter Federführung der BKM eine gemeinsame Erklärung der großen Sender, Förderungen und Branchenverbände, Anfang 2021 die Beauftragung einer Studie zur Entwicklung von Kriterien für nachhaltige Herstellung von Film- und TV-Produktionen. Darüber hinaus engagiert sich die Film- und Medienstiftung NRW in der bundesweiten Nachhaltigkeitsinitiative Keen to be green der German Film Commissions.