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Reeperbahn Festival kehrte als Präsenzveranstaltung zurück

Rund 25.000 Besucher*innen kamen vom 22. bis zum 25. September zur 16. Ausgabe des Reeperbahn Festivals in Hamburg. Beim Konferenzteil, der wieder als Präsenzveranstaltung stattfand, verzeichneten die Veranstalter*innen rund 2000 teilnehmende Fachbesucher*innen.

27.09.2021 12:11 • von Jonas Kiß
Bei der Eröffnung des Reeperbahn Festivals (von links): Alexander Schulz (Managing Director Reeperbahn Festival), Monika Grütters ( Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien), Peter Tschentscher (Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg) und Detlef Schwarte (Managing Director Reeperbahn Festival) (Bild: Niklas Hannemann)

Rund 25.000 Besucher*innen kamen vom 22. bis zum 25. September 2021 zur 16. Ausgabe des Reeperbahn Festivals in Hamburg. Beim Konferenzteil, der nach einer rein digitalen Umsetzung im vergangenen Jahr wieder als Präsenzveranstaltung stattfand, verzeichneten die Veranstalter*innen rund 2000 teilnehmende Fachbesucher*innen. Zudem hatte das unter anderem über die neue Streaming-Plattform und Arte Concert öffentlich zugängliche digitale Programmangebot über die Festivalwoche 350.000 Aufrufe.

Zum Vergleich: 2020 hatten 1480 Fachbesucher aus 37 Ländern 28.000 mal verschiedene Programmpunkte der digitalen Konferenz des Reeperbahn Festivals angeklickt. 2019 kamen 5900 Delegierte zum Reeperbahn Festival.

Wie groß die Sehnsucht nach Konzerterlebnissen in Musikclubs sei, zeigte sich dieses Jahr "leider auch in den teils sehr langen Schlangen vor den Spielstätten", die durch die 3G-Umsetzung des Reeperbahn Festivals "auch in diesem Jahr stark eingeschränkte Kapazitäten" aufwiesen, wie es aus Hamburg heißt.

Bei den 285 Liveshows in 35 Spielstätten standen Newcomer*innen wie das isländische Rap-Kollektiv Daughters of Rejkjavik, die norwegische Songwriterin Red Moon oder Rapper Schmyt und Rapperin Rote Mütze Raphi aus Deutschland auf der Bühne. Insgesamt spielten 250 Acts aus 27 Ländern.

100 Sessions, 20 Networking-Events, 30 Showcases und vier Awardverleihungen standen im Rahmen der Fachkonferenz auf dem Programm. Thematische Schwerpunkte waren politische und soziale Aspekte wie Geschlechtergleichheit, Strategien zu Krisenbewältigung der Veranstaltungswirtschaft und das Zusammenwirken von Pop und Politik.

Als Höhepunkte nennen die Veranstalter*innen das Auftakt-Gespräch von Lyor Cohen (Head of Music Google YouTube) mit dem deutschen Rap-Management Two Sides sowie die Panels "Alles von der Kunstfreiheit gedeckt?" mit Rapper Danger Dan, "The Creative Gender Balance" von Michael Krause (General Manager Europe Spotify) oder "Parliament of Pop" mit Katarina Barley (SPD Vizepräsidentin des EU-Parlaments).

Zudem verzeichnete der Reeperbahn Festival Impfbus auf dem Spielbudenplatz über 400 Impfungen mit Johnson & Johnson.

"Rund um die Reeperbahn war in den letzten Tagen die Kraft der Musik und die Intensität der Live-Kultur zu erleben", sagt Carsten Brosda, Hamburgs Senator für Kultur und Medien: "Endlich konnten wir auch wieder den internationalen Austausch für Musikkultur und Musikwirtschaft live erleben. Internationale Länderpartnerschaften - in diesem Jahr mit Südkorea und 2022 mit den USA - gehören seit langem zur DNA des Festivals. Der Auftritt von Sting zu Beginn und die Verleihung des Anchor an die besten Musiktalente zum Abschluss unterstreichen die große Bedeutung des Reeperbahn Festivals für die Musikszene."

Das nächste Reeperbahn Festival soll vom 21. bis 24. September 2022 stattfinden. Tickets sind jetzt ab sofort online erhältlich.