Games

Schulze will im #gamechanger-Talk Branche öffentlich stärken

Der Linken-Politiker aus Berlin hat im Gespräch mit Felix Falk vom game und Studio-Gründerin Johanna Janiszewski mitunter die Stärkung der Gamesförderung, die Digitalisierung und den vereinfachten Zuzug von Fachkräften proklamiert.

24.09.2021 11:24 • von Valentin Masszi
- (Bild: game - Verband der deutschen Games-Branche)

Der sechste und letzte #gamechanger-Talk vor der Wahl am kommenden Sonntag drehte sich um die Gamespolitik und Ziele der Linken. Als Vertreter zu Gast war dafür der Abgeordnete und Sprecher der Linken im Abgeordnetenhaus von Berlin Tobias Schulze. Ihm zur Seite war dieses mal zugeschaltet Johanna Janiszewski, Gründerun und CEO von Tiny Crocodile Studios sowie Ansprechpartnerin bei der Regionalvertretung des game-Verbands in Berlin-Brandenburg.

Der wie immer von game-Geschäftsführer Felix Falk moderierte Talk drehte sich um eine Vielzahl an Themen. Digitalisierungsspezialist Schulze sprach sich unter andere für ein wesentlich erhöhtes Engagement in diesem Bereich aus, was vor allem mit dem Blick auf den Gemeinnutzen eingebracht werden sollte. Games im Speziellen sieht er als kulturell und sozial sehr relevant und will vor allem kulturelle Themen in Spielen unterstützen. Die Bundesgamesförderung erachtet er dabei als unterfinanziert und nicht ausreichend für die nächsten Jahre abgesichert. Beides wolle die Linke verbessern, so Schulze, wobei er auch forderte, dass die Branche bei der Vergabe von Fördergeldern eine Stimme hat.

Darüber hinaus soll auch der Zuzug von Fachkräften, insbesondere aus dem nicht-europäischen Ausland, wesentlich erleichtert werden, unter anderem mit weniger enge reglementierten Aufenthaltsgenehmigungen. In Deutschland sieht Schulze zudem noch viel Potenzial was die Unterstützung von GründerInnen angeht. So verwies er auf das Berliner Vorbild, bei dem eine Stelle als konzentrierter Ansprechpartner dient. Gleichzeitig sollten vor allem in Städten mehr Räume für GründerInnen, ob in Form von Hubs oder anderweitig, zur Verfügung gestellt werden.

Ein zentrales Thema des Talks war auch Umweltschutz, zu dem die Gamesbranche ihren Teil beitragen kann. Schulze sieht auf Nachfrage Chancen in der Verbesserung von Beschaffungsketten, wobei der Staat hier eine Vorbildfunktion einnehmen könne. Insgesamt müsse hier aber gesellschaftlich auch mehr geschehen.

Wie in jedem #gamechanger-Talk wurden beiden Gästen lockerere Fragen von einer bekannten Internetpersönlichkeit gestellt, dieses Mal Streamerin Farbenfuchs. Unter anderem antwortete Schulze dabei auf die Frage, ob er lieber mit Unionskanzlerkandidat Laschet in eine Bar oder mit FDP-Chef Lindner auf eine Demo gehen wolle: Mit Lindner würde er auf eine Demo gegen Netzsperren gehen, wo beide Parteien auch mitunter nicht soweit auseinanderlägen.