Campus

Jugendliche bilden sich politisch mit Games

Im Rahmen des Projekts "Games'n'Politics" entstehen in Nordhessen in Jugendgruppen Videos, Planspiele und Konzepte. Angestoßen wurde es durch die Initiative "Stärker mit Games".

20.08.2021 17:32 • von Valentin Masszi
Zusammen beschäftigen sich die Jugendlichen im Rahmen des Projekts "Games'n'Politics" mit Games und Politik. (Bild: Quinke Networks)

In Kassel und Espenau nehmen 36 junge Menschen zwischen 13 und 18 Jahren am Projekt "Games'n'Politics" teil. Sie erarbeiten Ideen und Konzepte, die Games und Politik verbinden, beispielsweise produzierten sie eine Videoeinführung für die komplexe Simulation "Democracy 3". Zudem sprechen sie über die unterschiedlichen Verbindungsebenen von Games und Politik, etwa an Beispielen wie "This War of Mine" oder "Through the Darkest of Times". Passenderweise ist der Projektname dem gleichnamigen YouTube-Kanal entnommen, der sich ebenfalls mit der Verbindung von Spielen und Politik beschäftigt.

Sozialarbeiter Danilo Roth, der das Jugendprojekt betreut, berichtet: "Die Jugendlichen überraschen uns immer wieder mit ihrer großen Identifikation und Leidenschaft für Games, die sie in unser Projekt mit einbringen. Hervor sticht dabei vor allem, dass es sich um junge Menschen mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen, Bildungsgraden und sozialen Umfeldern handelt, die durch das Medium Videospiel miteinander in Kontakt kommen und gemeinsam Ideen und Formate gestalten."

"Games'n'Politics" läuft seit Januar und ist auf zwei Jahre angelegt. Es wird von Bunte Wege gUG und dem Jugendzentrum Espenau begleitet. Unterstützt wird es von der Initiative "Stärker mit Games" der Stiftung Digitale Spielekultur, welche ebenfalls hinter 84 weiteren regionalen Bündnisse mit jeweils mindestens zwei lokalen Einrichtungen in ganz Deutschland steht.

"Das Stärker mit Games-Bündnis in Nordhessen unterstreicht mit dem Fokus auf politische Bildungsarbeit eines von vielen wichtigen Themen, die wir mit Hilfe von Games Kindern und Jugendlichen aus bildungsschwächeren Familien näherbringen können. Egal ob die Vermittlung von Medienkompetenz, gestalterischer Fähigkeiten, Coding-Skills oder gemeinschaftlichem Engagement durch eSports: Unsere deutschlandweiten Bündnisprogramme fallen in diesem Jahr trotz anhaltender Corona-Einschränkungen vielfältiger aus denn je", so Niels Boehnke, Projektleiter von "Stärker mit Games" bei der Stiftung Digitale Spielekultur.