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Embracers Q1 führt nach oben

66 Prozent an Nettoumsatzsteigerung konnte der schwedische Konzern verzeichnen. Von seinen Games-Unternehmen machte lediglich Saber Interactive Verluste. Insgesamt kann sich Embracer rund 335,4 Millionen Euro Nettoumsatz in die Bücher schreiben.

18.08.2021 16:39 • von Valentin Masszi
- (Bild: Embracer Group)

Von rund 202,5 Millionen Euro (2,07 Milliarden SEK) auf rund 335,4 Millionen Euro (3,43 Milliarden SEK) konnte die Embracer Group ihren Nettoumsatz im ersten Geschäftsquartal steigern. Das größte Plus von den Subunternehmen, für die Vergleichszahlen vorliegen, erzielt THQ Nordic mit einem Anstieg von 37 Prozent auf etwa 65,5 Millionen Euro (668,7 Millionen SEK), was laut Unternehmen mitunter dem Release von "Biomutant" zuzuschreiben sei. Koch Media kommt im Q1 wiederum auf rund 62,4 Millionen Euro (637,6 Millionen SEK) und CoffeStain steuert rund 18,7 Millionen Euro (190,7 Millionen SEK) bei, was einem Anstieg von jeweils vier und elf Prozent entspricht. Verluste machte hingegen Saber Interactive, die erst heute drei neue Unternehmen unter ihrem Dach versammelten. Embracer führt das auf eine fehlende Veröffentlichung im diesjährigen Zeitraum zurück, während letztes Jahr "Snowrunner" für höhere Zahlen sorgte.

Noch ohne Zahlen aus dem Vorjahr in der Gruppe sind DECA Games, Gearbox Entertainment und Easybrain, die je rund 14,3 (145,6 Millionen SEK), 42,8 (437 Millionen SEK) und 56,4 Millionen Euro (576,4 Millionen SEK) auffahren. Insgesamt landet das Games-Segment von Embracer damit bei rund 289,8 Millionen Euro (2,96 Milliarden SEK) Nettoumsatz. Der Rest stammt vom Partner-Publishing/Film-Arm des Konzerns, der ein Plus von vier Prozent verzeichnete. Mit den zahlreichen Unternehmenszukäufen zählt die Embracer Group inzwischen fast 8000 Mitarbeitende, von denen gut 6000 EntwicklerInnen sind. Beides hat sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt.

??Im Angesicht des Sexismusskandals bei Activision Blizzard adressierte Embracer-Co-Founder und -CEO Lars Wingefors die Thematik in dem Geschäftsbericht ebenfalls: "Covid-19 ist eine der größten Herausforderungen, denen wir uns in der heutigen Zeit stellen müssen. Wie sich kürzlich gezeigt hat, gibt es noch weitere Herausforderungen in der Gesellschaft und unserer Industrie. Es ist wichtig, das wir, als Industrie, aber auch als einzelne Unternehmen und als Mutterkonzern, uns alle der Verantwortung annehmen, diese sozialen Strukturen von Diskriminierung zu ändern. Für die Embracer Group ist unser gemeinsames Fundament unser Code of Compliance, der darauf abzielt, Inklusion, Diversität und Gender Equality zu unterstützen. Darüber hinaus müssen wir darauf vertrauen, dass jedes Unternehmen in unserer Gruppe zuhört, diskutiert und handelt. Ein Weg, um das zu messen und Maßnahmen für unsere Mitarbeitenden zu ergreifen, erfolgt durch eine weltweite Umfrage, in der alle Mitarbeitenden mehrere Fragen anonym beantworten können."