Games

GamesHub für Health/Life Science in Heidelberg öffnet Tore

Die Wissenschaftsministerin von Baden-Württemberg Theresia Bauer hat das Kompetenzzentrum zusammen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Prof. Dr. Eckart Würzner offiziell eröffnet. Die ersten drei Teams im mit 110.000 Euro geförderten Hub wurden vorgestellt.

26.07.2021 16:30 • von Valentin Masszi

Baden-Württemberg stärkt seine Gamesindustrie heute mit der Eröffnung des GamesHub für Health und Life Science in Heidelberg. Theresia Bauer, die Wissenschaftsministerin des Landes, und der Oberbürgermeister von Heidelberg Prof. Dr. Eckart Würzner erklärten die Tore des Hubs ab 16:00 Uhr als geöffnet. Damit werden auch die ersten Teams in das Kompetenzzentrum für Lernspiele im Gesundheitsbereich einziehen.

Kastanie Eins GmbH wird dort zusammen mit dem Institut für Psychosoziale Prävention des Universitätsklinikums Heidelberg ein Serious Game zu Beziehungen entwickeln, genannt "Beziehungsnavigator". "MiKompanion" wiederum richtet sich an krebskranke Menschen und soll ihnen via Gamification und VR bei der Strahlentherapie die Angst nehmen. Dahinter stehen die Bildbrauerei UG sowie das Deutsche Krebsforschungszentrum. Auch das dritte Projekt richtet sich an KrebspatientInnen: "OnkoMovement" von Augmented Education GbR und Netzwerk OnkoAktiv will erkrankte Kinder, unter anderem mit AR, zu Sport und Bewegung animieren.

Allen Teams steht im GamesHub technische Ausrüstung zur Verfügung und sie werden während des Projektzeitraums bis März 2022 dort von Fachpersonal betreut. Außerdem sollen sie von der Nähe zum Life Science Accelerators im Business Development Center im Technologiepark Heidelberg profitieren. Auch die Universität Heidelberg, die SRH Hochschule Heidelberg sowie die Stabsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Heidelberg werden den Teams mit Rat und Tat zur Seite stehen.

"Mit dem GamesHub Heidelberg erfolgt ein weiterer wichtiger Ausbau des starken Gründungs- und Wissenschaftsstandorts Heidelberg. In dem bundesweit neuartigen Kooperationsprojekt erhalten Gründerteams die Gelegenheiten, sich mit den in Heidelberg ansässigen Einrichtungen und Unternehmen der Biotechnologie und Medizintechnik zu vernetzen. So wollen wir Gründungen und Projekte an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswirtschaft und Games befördern", so Wissenschaftsministerin Bauer.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Würzner sagte zudem: "Der GamesHub Heidelberg ist ein neues Zukunftsprojekt und Zukunftscluster für Heidelberg. Wir verbinden die in Heidelberg sehr starken Bereiche Health und Life Science so noch stärker mit der Kreativwirtschaft und besonders mit der Games-branche. Forschung, Entwicklung und Anwendung kommen so zusammen."

Bis zum Ende der jetzigen Projektzeit wird Prof. Benjamin Zierock vom Gründer-Institut der SRH Hochschule Heidelberg die Projektkoordination übernehmen. Gefördert wird das Kompetenzzentrum mit 110.000 Euro aus dem Medienimpulsprogramm Baden-Württembergs. Entstanden ist es unter Leitung der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg und der Hochschule der Medien Stuttgart. Heidelberg Startup Partners e.V. und die Stabsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Heidelberg kümmern sich wiederum um Gründung und Förderung.

"Baden-Württemberg baut mit dem GamesHub Heidelberg seine ambitionierte Games-Förderung aus und zeigt sich erneut als starker Ausbildungs- und Gründerstandort im Bereich Games. Die Kreativwirtschaft und insbesondere die Games-Szene werden immer mehr zum Motor nutzerzentrierter und nachhaltiger Anwendungen in anderen Branchen und insbesondere auch im Gesundheitssektor. Um diese crossinnovativen Stärken der Kreativwirtschaft zu nutzen, haben wir diesen GamesHub für Health / Life Science in Heidelberg initiiert und freuen uns über die große Unterstützung unserer Partner und die vielversprechenden ersten Projekte", so Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg.