Games

Schweizer BranchenverterterInnen schicken Brief an Bundesrat

Die Mitgründer von Blindflug Studios Moritz Zumbühl und Jeremy Spillmann haben den offenen Brief verfasst, der Fördermaßnahmen auf Bundesebene fordert. Zahlreiche prominente Studio- und BranchenvertreterInnen haben bereits unterschrieben.

22.07.2021 16:25 • von Valentin Masszi

Im Gegensatz zu Ländern wie Deutschland gibt es in der Schweiz keine großen Gamesförderprogramme. Vor Pro Helvetia ergreift diesbezüglich Schritte, doch der Bedarf ist groß. Deshalb bitten Moritz Zumbühl und Jeremy Spillmann, ihres Zeichens Mitgründer von Blindflug Studios, in einem offenen Brief an den Schweizer Bundesrat um entsprechend große Fördermaßnahmen.

Zwar gäbe es Reihen an innovativen und kreativen EntwicklerInnen im Land, so der Brief, aber die müssten die finanzielle Kraft und das damit verbundene Risiko zum Großteil alleine aufbringen und tragen. Das sei kaum zumutbar. Die Corona-Krise hätte dies noch verschlimmert, da Publisher- und andere Investitions- und Networkinggespräche sich so noch schwieriger gestaltet hätten.

Von einer Bundesförderung würden alle profitieren. Die EntwicklerInnen hätten genug Mittel, um international konkurrenzfähige Projekte angehen zu können, das würde ihnen wiederum genug Geld einbringen, um die Darlehen zurückzahlen zu können und dem Land würde es einen starken Industriezweig sowie internationales Ansehen bescheren.

Bereits unter den ErstunterzeichnerInnen des Briefs finden sich prominente VertreterInnen der Schweizer Branche, beispielsweise Goran Saric, Mitgründer von Okomotive ("Far: Lone Sails"), Thomas Frey, Miteigentümer von Giants Software ("Landwirtschafts-Simulator"), Michel Ziegler, Gründer von Hidden Fields ("Mundaun") oder der Gameswissenschaftler und Historiker Eugen Pfister. Auch online wird die Initiative mit breiter Zustimmung begrüßt. Wer selbst unterzeichnen möchte, kann dies hier tun.