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Google: YouTube Shorts ab Mitte Juli auch in Deutschland in der Beta

Am 14. Juli rollt Google seinen neuen Kurzvideo-Service YouTube Shorts weltweit aus und erreicht auch Deutschland und Österreich in der Beta-Version. In der Schweiz ist der Dienst, der Googles Antwort auf TikTok darstellt, bereits seit der ersten Launchwelle im März verfügbar.

12.07.2021 11:10 • von Stephan Steininger
YouTube Shorts ist Googles Antwort auf den Erfolg von TikTok (Bild: YouTube Blog)

Kurze Videos, schnell mit dem Handy aufgenommen, bearbeitet, mit lizenzierter Musik unterlegt und millionenfach geteilt - das Erfolgsrezept von TikTok, das vor allem in der jungen Zielgruppe beliebt ist, ruft längst die anderen Social Media Netzwerke auf den Plan. Facebooks Instagram konterte mit Reels, Google präsentierte im September 2020 mit YouTube Shorts seine Antwort auf TikTok. Im März startete der Dienst in die Beta in 26 Ländern, allen voran in den USA, aber auch in der Schweiz. 6,5 Milliarden Aufrufe verzeichnet YouTube Shorts mittlerweile am Tag.

Doch das ist erst der Anfang. Am 14. Juli plant Google den weltweiten Rollout der Beta-Version. Dann wird YouTube Shorts in mehr als 100 Ländern verfügbar sein, in denen auch YouTube verfügbar ist, also auch in Deutschland und Österreich.

Inhaltlich bietet YouTube Shorts ein ähnliches Spektrum wie TikTok. Videos mit bis zu 60 Sekunden Länge können per Handykamera aufgenommen und anschließend bearbeitet werden. Farbkorrekturen und Filter sind ebenso vorhanden wie ein Geschwindigkeitsregler, ein Text-Editor oder automatisierte Untertitel. Laut Google wurden Rahmenverträge mit über 250 Labels vereinbart, darunter Universal Music Group, Sony Music Entertainment und Sony Music Publishing, Warner Music Group und Warner Chappell Music, sodass über eine Millionen Songs verwendet werden dürfen. Sowohl die Zahl der Songs, als auch die der nutzbaren Effekte werden kontinuierlich ausgebaut.

Integriert werden die YouTube Shorts Videos bei YouTube. Zur optimalen Nutzung wurden Website und Mobile App von YouTube entsprechend erweitert. Doch nicht nur dort investiert Google. Mit einem 100-Millionen-Dollar-Fonds soll die Erstellung von Inhalten unterstützt werden. Details zum Fonds-Programm will Google erst noch nennen. Außerdem arbeite man daran, die Monetarisierungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln. Denn dürfte auch die Ausschüttungen weiter steigen. Nach Unternehmensangaben hat YouTube in den vergangenen drei Jahren über 30 Milliarden Dollar an Creator, KünsterInnen und Medienunternehmen ausgezahlt.