Games

Wahlprogramm von CDU/CSU hat nicht viel übrig für Games

Games sollen weiterhin gefördert werden, E-Sport will man unterstützen - das umfasst bereits die niedergeschriebene Position des Parteienbündnisses mit Blick auf die Bundestagswahl 2021.

21.06.2021 17:16 • von Valentin Masszi
Armin Laschet ist gemeinsamer Kanzlerkandidat von CDU und CSU. (Bild: CDU / Laurence Chaperon)

Weniger wäre Nichts gewesen, wenn es um Games im CDU/CSU-Wahlprogramm geht, welches just veröffentlicht wurde. Während andere Parteien bereits vor Monaten ihre Entwürfe vorgestellt hatten, darunter der eigene Koalitionspartner SPD als Vorreiter, ziehen die beiden Schwesterparteien nun nach. Obwohl das Dokument mit 140 Seiten alles andere als schmal ausfällt, werden Games-relevante Themen nur in zwei Sätzen angerissen.

Einmal wollen die Unions-Parteien die Games-Förderung zusammen mit der Film-, Musik-, Literatur- und Verlagsförderung fortführen, wobei Bund, Länder und Filmförderanstalt diesbezüglich besser koordiniert werden sollen. Eine Aussage, welche wenig aussagt. Die Förderung von 50 Millionen Euro pro Jahr für den Gamesbereich bis 2026 wurde bereits vom Haushaltsausschuss festgelegt und die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern soll das neu gegründete Games-Referat des BMVIs in die Wege leiten. Konkrete Maßnahmen wurden dazu allerdings noch nicht vorgestellt.

Beim Statement "Den aufstrebenden E-Sport werden wir in Deutschland stärker unterstützen." drängt sich hingegen zwingend Skepsis auf, wenn man bedenkt, dass CDU/CSU bereits ihr letztes Wahlversprechen gebrochen haben, als sie einer Gemeinnützigkeit des E-Sport auf eine explizite Anfrage hin eine klare Absage erteilten.

Eine eindeutige Position zu Games und der Industrie lässt das Programm dementsprechend vermissen.