Handel

Games-Literatur gewinnt an Beliebtheit

Laut game und Media Control wurde mit 24 Millionen Euro vergangenes Jahr 14 Prozent mehr Umsatz mit Büchern und Zeitschriften zu Games und deren Peripherie gemacht als noch 2019.

17.06.2021 10:12 • von Valentin Masszi
- (Bild: game - Verband der deutschen Games-Branche)

Firmen wie Ubisoft geben schon seit einigen Jahren Romane zu ihren Spielen in Auftrag. Das scheint sich laut vom game veröffentlichten Daten auszuzahlen, welche vom Marktforschungsunternehmen Media Control stammen. 2020 haben die Deutschen für 14 Prozent Umsatz mit Literatur zu Games und deren Umfeld gesorgt als das Jahr davor. Auf insgesamt 24 Millionen Euro belief er sich damit im vergangenen Jahr, 2019 waren es 21 Millionen Euro.

Das betrifft allerdings nicht nur Games-Romane, sondern auch Graphic Novels, Zeitschriften oder Biografien zu Personen aus dem Game-Bereich. Genauso wurden Lösungs-Guides und Audio-Books in die Erhebung mitaufgenommen. Computerspiel-Romane formen inzwischen ein eigenes literarisches Genre namens "Game Lit", unter welchem sich sogar ein Sub-Genre speziell zu Online-Rollenspielen gebildet hat, "Lit RPG".

"Games und Literatur haben eine lange und erfolgreiche gemeinsame Geschichte. Schon seit den 90er Jahren beeinflussen sie sich gegenseitig und profitieren dabei voneinander. Die Bandbreite an Games-Literatur ist über die Jahre stetig gewachsen. Wer heute durch eine Buchhandlung streift, wird Bücher zu Games-Themen sowohl in den Bereichen ,New & Young Adult' oder ,Fantasy' und ,Krimi' finden als auch unter ,Biografien' oder ,Sachbuch'. Der wachsende Markt für Games-Literatur zeigt deutlich, dass ein immer stärkeres Interesse an Games und der Games-Kultur insgesamt besteht", kommentiert Felix Falk, Geschäftsführer des game-Verbands.

Ob der konkrete Anstieg 2020 vor allem mit der Pandemie im Zusammenhang stand oder auch weiterhin Bestand hat, wird sich in zukünftigen Jahren zeigen.