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E-Sport-Landesverbände in NRW und Schleswig-Holstein gegründet

Nach Wochen der Vorarbeit wurden am 13. Juni in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein Nägel mit Köpfen gemacht und die ersten beiden E-Sport-Landesverbände gegründet. Neben der politischen und gesellschaftlichen Arbeit ist ein Ziel des Vorhabens die strukturelle Annäherung des E-Sports an den traditionellen Sport.

14.06.2021 07:33 • von Stephan Steininger

Bereits Anfang Mai sickerte durch, dass man in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen an der Gründung erster Landesverbände im E-Sport arbeitet. Nun vermelden die Verantwortlichen Vollzug. Die Gründungsveranstaltungen beider Landesverbände fanden parallel am 13. Juni statt.

In NRW wurde Andy Franke von Gaming in Order zum ersten Präsidenten des Landesverbandes für E-Sport Nordrhein-Westfalen (e-sport.nrw) gewählt. Ihm zur Seite im Präsidium stehen Franziska Seitz (Lieberale Games), Marius Loewe (eSports Cologne), Jürgen Janke (Paderborn E-Sports) und Kai Kratzsch (Bielefeld eSports). Dr. Tobias Scholz von der Universität Siegen wird die Arbeit des Verbandsressorts Wissenschaft und Forschung begleiten, der Physiotherapeut Lukas Gennrich das Ressort "sicherer E-Sport" und dort erste Strukturen mit aufbauen.

In Schleswig-Holstein wurde Martin Freese (eSports Nord) zum ersten Vorstandsvorsitzenden des E-Sport-Landesverbandes Schleswig-Holstein (ESVH). Als StellvertreterInnen wurden Jana Möglich (u.a. IFgameSH) und Phillip Ebben (eSports Nord) bestellt. Daniela Stahl (Nordix-Play) übernimmt im Vorstand das Finanzressort, Leon Felgendreher (Flensburg United) das Ressort Jugend. Dennis Bluhm (Möllner Sportvereinigung) ist Beisitzer und wird als Vertreter des traditionellen Sports gemeinsam mit Hendrik Niebergall (Wacken Open Air) und Oliver Welling (We love eSports) für Events und Networking zuständig sein. Als Beiräte unterstützen zudem Prof. Dr. Jens Junge sowie Timo Schöber den Verband. Thomas Grünberg (eSport-Fußball.de) zeichnet für die Stabsstelle Presse verantwortlich.

Mit der Gründung der Landesverbände verfolgen die Verantwortlichen eine Reihe von konkreten Zielen. Eines davon ist wie bei jeder Interessenvertretung die politische Arbeit. Nicht minder wichtig ist den Landesverbänden jedoch die gesellschaftliche Aufklärung zum E-Sport. Auch deshalb suchen sie die enge Zusammenarbeit mit dem Bundesverband ESBD. Last not least spielt auch die strukturelle Annäherung an den traditionellen Sport eine Rolle für die Etablierung von Landesverbänden.

Auch deshalb hat man beim ESBD die Gründungsvorhaben nicht nur wohlwollend beobachtet sondern auch aktiv begleitet. Zuständig war Martin Müller, Vizepräsident des ESBD und Leiter des Bereichs Breitensport: "Landesverbände stärken den organisierten E-Sport in Deutschland und sind Ausdruck des wachsenden gesellschaftlichen Interesses. Wir freuen uns, die Gründungen der ersten E-Sport Landesverbände in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein mitzugestalten und sind zuversichtlich, dass es auch in anderen Bundesländern solche Entwicklungen geben wird."

Der Sitz des e-sport.nrw ist Köln, der des ESVH ist Kiel.