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Vereinfachtes E-Sport-Visum für sechs Events

Die sechs ersten Turniere und Ligen, für die Athletinnen ein vereinfachtes Visum erhalten, wurden von von ESBD und game verkündet. Es handelt sich um Events von Freaks 4U Gaming, ESL Gaming und Riot Games.

09.06.2021 16:05 • von Valentin Masszi

Die sechs ersten E-Sport-Turniere und -Ligen, für die TeilnehmerInnen aus Drittstaaten ein vereinfachtes Visum erhalten, wurden von game und ESBD bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um die 99Damage Liga von Freaks 4U Gaming, die ESL One Germany, die ESL Meisterschaft und die Intel Extreme Masters Cologne von ESL Gaming sowie um die League of Legends European Championship und die League of Legends Prime League Pro Division von Riot Games.

Lange Zeit mussten E-SportlerInnen und mit ihnen im Zusammenhang stehendes Personal aus Nicht-EU-Staaten eine Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit haben, um ein entsprechendes Visum zu bekommen. Das ist für kurzfristige Aufenthalte von 90 Tagen oder weniger nicht mehr nötig. Bei langfristigen Aufenthalten ist die Visumsvergabe erleichtert worden, kann aber unter bestimmten Voraussetzungen noch die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erfordern. So müssen die AthletInnen beispielsweise 16 Jahre oder älter sein, ein bestimmtes Mindesgehalt bekommen und eine Bestätigung ihrer Tätigkeitsausübung bei einem qualifizierten Spielbetrieb vom ESBD vorweisen. (Details zu allen Punkten finden sich auf der Seite des game.)

Spielbetriebe, wie etwa die sechs oben genannten Events, können sich halbjährlich in die Qualifikationsliste für die erleichterten Visa eintragen lassen. Wer bereits auf der Liste steht, muss im selben Abstand die Bestätigung für die "erhebliche nationale und internationale Bedeutung" einholen.

game-Geschäftsführer Felix Falk freut sich über den Fortschritt: "Deutschland ist bereits heute Veranstaltungsort vieler hochklassiger Esport-Wettbewerbe. Die zukünftige Entwicklung wird nun von den neuen Möglichkeiten bei der Visumsvergabe an professionelle Esportlerinnen und Esportler dauerhaft profitieren. Für diesen politischen Erfolg sind game und ESBD partnerschaftlich eingetreten. Jetzt ist es wichtig, dass Veranstalter sowie die Esportlerinnen und Esportler von der neuen Möglichkeit Gebrauch machen".

Daniel Luther, der Präsident des ESBD, stimmt zu: "Das E-Sport-Visum ist eine wichtige Erleichterung für den professionellen Esport in Deutschland, denn die bisherigen aufwändigen Verfahren gehören nun der Vergangenheit an. Wir freuen uns, dass der organisierte Esport gemeinsam für verbesserte Rahmenbedingungen einsteht".