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EAs Live Services wachsen, Spieleverkäufe sinken

Im vierten Geschäftsquartal des Unternehmens trumpft vor allem "Apex Legends" auf, kann jedoch den Gesamtumsatz nicht über das Vorjahresniveau hieven. Im Gesamtjahresvergleich steht Electronic Arts trotzdem gut da.

12.05.2021 15:56 • von Valentin Masszi
"Apex Legends" ist maßgeblich mitverantwortlich für EAs Live-Service-Ergebnisse. (Bild: Electronic Arts)

Der vierte Quartalsreport für das Geschäftsjahr 2021 von Electronic Arts zeigt deutlich, dass Live Services die zentrale Säule für das Unternehmen darstellen. So entfallen knapp 1,1 Milliarden Dollar an Umsatz darauf, umgerechnet circa 905,59 Millionen Euro. Gerade einmal 250 Millionen Dollar bzw. etwa 206,57 Millionen Euro geben NutzerInnen noch für Käufe von kompletten Spielen aus. Der Jahresvergleich unterstützt das. Rund 29,78 Prozent nahmen die Verkäufe in der zweiten Sparte ab, während Live Services seit dem Q4/2020 um etwa 6,3 Prozent zugenommen haben. Maßgeblich verantwortlich dafür sei "Apex Legends", sagt COO und CFO Blake Jorgensen.

Trotz des starken Live-Segments sinkt EAs Nettoumsatz insgesamt um rund 2,96 Prozent auf 1,346 Milliarden Dollar, rund 1,112 Milliarden Euro. Dass neben dem Trend zu Live Services auch der Digitaltrend weiter voranschreitet, ist daran zu erkennen, dass 74 Prozent aller Spielekäufe digital getätigt wurden.

Im Jahresvergleich kann das Unternehmen ein Plus verzeichnen. Hier wuchs der Nettoumsatz von 5,537 Milliarden Dollar (rund 4,575 Milliarden Euro) an auf 5,629 Milliarden Dollar (rund 4,651 Milliarden Euro). Auch hier zeigen sich die Live Services mit 4,016 Milliarden Dollar bzw. etwa 3,355 Milliarden Euro um gut 10 Prozent höher als im Vorjahr. Komplettspieleverkäufe brachten wiederum mit 1,613 Milliarden Dollar (circa 1,333 Milliarden Euro) rund 14,52 Prozent weniger ein. "Mit Blick auf die Zukunft bietet uns das Momentum unserer bestehenden Live Services eine solide Grundlage für das Fiskaljahr 22", so Jorgensen. Auch aufgrund des kommenden "Battlefield 6" und der kürzlichen Neueinkäufe von EA erwarte er Wachstum.