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Flaggschiff-Franchises bringen Ubisoft 313 Millionen Euro Gewinn

Dank "Assassin's Creed", "Just Dance" und "Rainbow Six Siege" verbucht das Unternehmen abermals Rekorde. Gleichzeitig rückt der Publisher künftig vom Ziel ab, drei bis vier AAA-Titeln pro Jahr zu veröffentlichen.

12.05.2021 11:08 • von Nadine Seibold

"Assassin's Creed" ist und bleibt die wirtschaftlich wichtigste Marke von Ubisoft, das unterstreichen wieder einmal mehr die Geschäftszahlen aus dem Geschäftsjahr, das am 31. März endete. Denn wieder einmal nennt der französische Spieleentwickler einen Rekordjahresumsatz gegenüber des Geschäftsjahres 2019/2020 mit einem Netto-Einnahmeplus von 46 Prozent und wieder einmal ist dafür unter anderem ein "Assassins Creed"-Teil verantwortlich. Gerade im Weihnachtsgeschäft boomte "Assassin's Creed Valhalla" und habe die Verkaufserwartungen mehr als erfüllt.

Ein weiterer Blick auf die Zahlen zeigt, dass Ubisoft für das Gesamtjahr einen Umsatz von 2,24 Milliarden Euro vorweist. Unterm Strich meldet der Publisher einen Gewinn von 313 Millionen Euro. Weitere beteiligte Kräfte am Umsatzplus ist das "Just Dance"- und "Rainbow Six"-Franchise. Beide sollen ein "spektakuläres Wachstum" hingelegt haben. Zudem sollen "Rainbow Six", die "Tom Clancy"-Reihe sowie "Rainbow Six Siege" hohe Spielerzahlen verzeichnen und gehören nach internen Schätzungen zu den Top 10 der meistgespielten Spiele des Jahres.

"Wir haben uns auch auf einen tiefen und diversifizierten Back-Katalog verlassen, der erneut unsere Erwartungen übertroffen hat und im dritten Jahr in Folge mehr als 50% unserer gesamten Nettobuchungen ausmachte, wodurch das wiederkehrende Profil unseres Geschäfts zunehmend gefestigt wurde. Unsere Vermögenswerte waren noch nie so stark", heißt es in einem Statement von Ubisoft-CEO Yves Guillemot.

Darüber hinaus wird Ubisoft in Zukunft mehr Abstand davon nehmen, drei bis vier AAA-Titel pro Jahr zu veröffentlichen. "Es ist nicht länger ein angemessener Indikator für unsere Wertschöpfungsdynamik", so Ubisofts CFO Frédérick Duguet. Stattdessen wird Ubisoft verstärkt auf Free2Play-Projekte setzen.

Ebenfalls mit Blick auf die Zukunft, erwartet Ubisoft, das laufende Quartal mit einem Rückgang um 22 Prozent auf 320 Millionen Euro zu beenden. Für das Gesamtjahr erwartet Ubisoft ein Wachstum der Nettobuchungen im einstelligen Prozentbereich.

"Das Umsatzwachstum wird sowohl von Back-Catalog als auch von Neuerscheinungen getragen", so der Publisher. "Das Back-Catalog-Wachstum wird durch die zugrundeliegende robuste Dynamik, durch einen deutlich stärkeren Release-Slate in 2020-21 als in 2019-20 und durch größere Post-Launch-Pläne beflügelt werden, was die hohe Vergleichsbasis 2020-21, die aus den Auswirkungen der Sperre auf das allgemeine Engagement resultiert, mehr als kompensiert."

Im laufenden Jahr werden zwar "Far Cry 6", "Rainbow Six Quarantine", "Riders Republic", "The Division Heartland" und "Roller Champions" veröffentlicht werden, das lange in der Entwicklung befindliche "Skull and Bones"wurde allerdings erneut verschoben und soll nun im Geschäftsjahr ab dem 1. April 2022 erscheinen. Auch das verschobene Actionspiel "Prince of Persia: Sands of Time Remake" hat ein eingegrenzteres Release-Fenster. Der Titel soll im aktuellen Geschäftsjahr 2021/2022 erscheinen.