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Evaluation bescheinigt Spielekonsole memoreBox therapeutische Wirksamkeit

In einer zweiten Evaluation haben die Krankenkasse Barmer und das Digital-Health-Unternehmen RetroBrain die Wirksamkeit der Spielekonsole memoreBox nachgewiesen. Pflegeeinrichtungen können damit entsprechende Förderanträge für das Serious-Games-Gerät an jede Pflegekasse richten.

10.05.2021 16:19 • von Stephan Steininger
Bei den ProbandInnen waren zahlreiche positive Effekte durch die memoreBox messbar (Bild: RetroBrain R&D)

Der Einsatz von Games in medizinisch- bzw. therapeutischem Zusammenhang ist seit Jahren auf dem Vormarsch. Nun hat auch das Projekt memoreBox des Unternehmens RetroBrain R&D einen wichtigen Meilenstein gesetzt. Bei einer zweiten Evaluationsuntersuchung, die gemeinsam mit der Barmer durchgeführt wurde, wurden die Ergebnisse der ersten Untersuchung aus den Jahren 2016 bis 2018 bestätigt.

Bei dem bundesweiten Rollout nahmen diesmal 906 Probanden - 641 weiblich, 265 männlich - teil. Sie gaben den insgesamt sechs Spielemodulen der Health-Konosle im Mittel eine Schulnote von zwei. Laut Hersteller waren auch die Pflegekräfte und BetreuerInnen von der Konsole angetan. Insgesamt sei festgestellt worden, dass die körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit der Probanden gesteigert wurde. Außerdem habe sich die Fähigkeit zur Selbstversorgung signifikant gebessert. Und die memoreBox habe die Probanden motiviert, mit anderen in Kontakt zu treten, und sei gut in die Abläufe von Pflegeeinrichtungen integrierbar.

Kurzum: Die zweite Evaluierung hat die Wirksamkeit der memoreBox bestätigt. Durch die nachgewiesene Wirksamkeit sei diese nun förderfähig. Stationäre und teilstationäre Pflegeeinrichtungen könnten entsprechende Förderanträge an jede Pflegekasse richten.

"Unsere harte Arbeit der vergangenen Jahre zahlt sich aus. Wir freuen uns sehr, dass nun teil- und vollstationäre Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland memore im Rahmen von Präventionsprojekten einsetzen können. Durch die nachgewiesene Wirksamkeit und die Überführung in die Regelversorgung können unsere digitalen Gesundheitstrainings jetzt aus Mitteln des Präventionsgesetzes durch alle gesetzlichen Pflegekassen gefördert werden", so Adalbert Pakura, Geschäftsführer und COO von RetroBrain R&D.

Und CEO Dr. Christian Goegen ergänzt: "Schon jetzt sind über 200 memoreBoxen in ganz Deutschland im Einsatz. Dank der entstandenen Möglichkeiten zur Kostenübernahme können wir nun die hohe Nachfrage von Pflegeeinrichtungen und ihren Trägern nach Präventionsprojekten in Zusammenarbeit mit den gesetzlichen Pflegekassen systematisch bedienen. Wir sind zuversichtlich, mit unserer Technologie auf diesem Wege bis Ende des Jahres in über 500 Pflegeeinrichtungen einen Beitrag zur Prävention leisten zu können."