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Activision Blizzard erwirtschaftet über 514 Millionen Euro Gewinn in Q1

Dank "Call of Duty" kann Activision Blizzard den Umsatz im Jahresvergleich um 72 Prozent steigern, was einen Umsatzanstieg im ersten Quartal von 27 Prozent auf 1,892 Milliarden Euro nach sich zieht.

05.05.2021 14:32 • von Nadine Seibold

In Europa schmälert sich das Auftreten von Activision Blizzard - zumindest als Standort - doch der Umsatz des Unternehmens wächst auf ein Q1-Rekordhoch. Das jedenfalls gibt Activision in seinen Ergebnissen für das aktuelle Geschäftsjahr vom 01.01.21 - 31.03.21 an.

Nach Angaben des Unternehmens stieg der Umsatz um 27 Prozent auf 1,892 Milliarden Euro (2,275 Milliarden US-Dollar) an. Der Nettogewinn hingegen steigerte sich um 22 Prozent auf 514,93 Millionen Euro (619 Millionen US-Dollar). Im Vorjahr meldete Activision Blizzard noch einen Nettogewinn von 420,10 Millionen Euro (505 Millionen US-Dollar).

Zu verdanken ist das vor allem Activision Publishing mit "Call of Duty: Black Ops Cold War" sowie den Free-to-Play-Angebote von "Call of Duty Warzone" und "Call of Duty: Mobile". Alle drei Titel zusammen sorgten für einen um 72 Prozent gesteigerten Umsatz im Jahresvergleich. Deshalb lagen die Premium-Verkäufe laut dem Unternehmen "weit über dem Niveau des ersten Quartals".

Gerade "Call of Duty: Mobile" und sein Debüt in China trug einen wichtigen Teil zum Gewinn bei. "Zig Millionen" neue Spieler seien so dem Franchise zugeführt worden. Die monatlich aktive Nutzerzahl des Titels stieg deshalb um 47 Prozent, was einen neuen Rekord von 150 Millionen Spieler aufstellte. Zudem bestätigte Activision Blizzard, dass "Call of Duty: Mobile" einen lebenslangen Gewinn von über 832 Millionen Euro (eine Milliarde US-Dollar) erreicht hat und 500 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Das kostenlose Handyspiel wurde im Oktober 2019 eingeführt

Doch auch das "Candy Crush"-Unternehmen King leistete ein entscheidendes Umsatzplus von 22 Prozent auf Euro 507 Millionen Euro (609 Millionen US-Dollar) für Activision Blizzard. Das macht es zu Activisions zweitwichtigstem Umsatzgenerator in Q1.

Dem entgegen stieg der Umsatz von Blizzard nur um sieben Prozent auf 402 Millionen Euro (483 Millionen US-Dollar). Dieses Wachstum ist vor allem auf das "Warcraft"-Franchise und eine Kombination aus der "Shadowlands"-Erweiterung und "World of Warcraft Classic" zurückzuführen. "Diablo 2: Resurrected" und das Mobile-Game "Diablo Immortal" werden noch 2021 veröffentlicht.

Für das laufende Quartal erwartet Activision Blizzard jetzt einen Anstieg des Gesamtjahresumsatz um 120 Millionen Euro (145 Millionen US-Dollar) auf Euro 6,97 Milliarden Euro (8,37 Milliarden US-Dollar), ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für den Nettoumsatz wird ein Anstieg von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,78 Milliarden Euro (2,14 Milliarden US-Dollar) prognostiziert.