Games

Linder versichert im #gamechanger-Talk umfassende Gamesstärkung

Im Gespräch auf dem game-Twitch-Kanal betont der FDP-Vorsitzende die breiten Bemühungen und umfassenden Pläne seiner Partei zur Unterstützung der Branche. E-Sport, Serious Games, Förderung und andere Felder müssten ausgebaut werden.

30.04.2021 14:41 • von Valentin Masszi

Nach der Parteivorsitzenden der SPD Saskia Esken vergangenen Monat war nun der FDP-Parteivorsitzende und Vorsitzende der FDP-Fraktion im deutschen Bundestag Christian Lindner zu Gast beim #gamechanger-Talk auf Twitch. Dort hat sich Felix Falk, Geschäftsführer des game, mit ihm und Çigdem Uzunoglu, der Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Spielekultur, über deutsche Gamespolitik und Serious Games im Speziellen unterhalten. Trotz des Fokus auf letztere, wurden zahlreiche Themen abgedeckt, für die Lindner umfassende Unterstützung versprach.

So wolle er EntwicklerInnen stärken, etwa durch verbesserte Einreisebedingungen für Fachpersonal. Der Gamesstandort Deutschland müsse besser aufgestellt werden. Auch die Förderung sei noch zu bürokratisch und im Vergleich zur Filmbranche ausbaufähig. Auf die Frage, ob Spiele Kunst seien, bestätigte Lindner ihren Status als Kulturgut. Falk bemerkte dabei, dass einige dieser Punkte nicht im Parteiprogramm zu finden seien, was Lindner mit der Länge des Papiers entschuldigte. Dann legte er allerdings nach und erklärte die Absicht, Themen wie die Förderung des Gamesstandort Deutschland in das Programm aufnehmen zu wollen.

Beim Thema E-Sport holte der FDP-Chef hingegen mit einem bereits bestehenden Absatz im Parteiprogramm im Rücken zum Rundumschlag aus und betonte, dass seine Partei die vollumfängliche Anerkennung von E-Sport als regulären Sport anstrebe. Außerdem sollen die Vereine in dem Bereich gemeinnützig werden.

Die Anwendungsbereiche von Serious Games sehe Lindner vor allem in der schulischen Bildung sowie in der staatlichen internen Weiterbildung. Für ersteres seien zwar primär die Länder verantwortlich, aber mit finanziellen Mitteln des Bundes sowie der Schaffung etwa von Ausbildungsberufen für Game Design und andere Bereiche wolle man das Thema dennoch vorantreiben.

Neben der Positionierung Lindners wurden auch Projekte der Stiftung für Digitale Spielekultur angesprochen, beispielsweise "Erinnern mit Games". Am Ende folgte noch eine Fragerunde an Uzunoglu und Lindner durch die Streamerin Maty, welche sich zum überwiegenden Teil auf unterhaltungsfokussierte Fragen beschränkte.