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MTG mit angeschlagenem E-Sport und robustem Gaming durch Q1

Aufgrund der Pandemie waren mehrere E-Sport-Sponsoren zögerlich, während mitunter InnoGames beständige Ergebnisse lieferte. Aufgrund nahender Live-Events und einer vollen Pipeline blickt CEO Redin zuversichtlich in die Zukunft.

29.04.2021 16:14 • von Valentin Masszi
- (Bild: Modern Times Group (MTG))

Die Modern Times Group hat ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal 2021 vorgelegt. Insgesamt konnte der Konzern ein leichtes Wachstum von neun Prozent beim Nettoumsatz verzeichnen. Auf knapp über eine Milliarde schwedische Kronen belief sich dieser, umgerechnet rund 99,88 Millionen Euro. Mit etwa 75,78 Millionen Euro (767 Mio. SEK) und einem Wachstum von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist das der alleinig der Gaming-Sparte zu verdanken. Hier haben InnoGames und Hutch solides Wachstum vorgelegt. Auch Kongregate erzielte resolute Ergebnisse, obwohl bei ihrem neuesten Titel anfangs technische Probleme aufgetreten waren.

Weiterhin Probleme hat hingegen der E-Sport-Sektor von MTG. Während die ESL drei Master-Turniere online veranstaltet hat, bleibt der Nettoumsatz am Sinken. Von zuvor 299 Millionen schwedischen Kronen, rund 29,53 Millionen Euro, rutschte man dieses Jahr auf 244 Millionen ab, also circa 24,1 Millionen Euro. Ein Grund sind und bleiben die ausgefallenen Live-Events. Dazu kamen laut CEO Maria Redin überdies noch aufgeschobene Verträge mit zögerlichen Sponsoren. Diese seien inzwischen aber unterschrieben.

Für die Zukunft hat man sich trotz der seit Beginn der Pandemie durchwachsenen Zahlen mit Zuversicht aufgestellt. So hatte MTG zuletzt das Tower-Defense-Studio Ninja Kiwi aus Neuseeland akquiriert. Darüber hinaus habe man zehn Spiele in der Pipeline. Aus dem E-Sport gibt es diesbezüglich ebenfalls gute Nachrichten. Beispielsweise hatte erst kürzlich Intel seine Partnerschaft mit der ESL erneuert, Epic Games hatte sich ein weiteres Mal mit der DreamHack zusammengetan und Activision Blizzard hatte ESL Gaming mit dem E-Sport-Ökosystem für "Hearthstone" betraut.

Zwar erwarte man E-Sport-Live-Events erst wieder ab Ende des Jahres, aber CEO Redin sieht den Konzern gut für die Zeit nach der Pandemie positioniert: "Generell vertrauen wir weiterhin in unsere Fähigkeit, die Herausforderungen auf unserem Weg zu bewältigen und freuen uns auf die Möglichkeiten, die vor uns liegen."