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"Cyberpunk" kratzt am "Witcher"-Thron in CD Projekts Geschäftsbericht

Laut dem Bericht für das vergangene Geschäftsjahr hat das Unternehmen gut 468 Millionen Euro Umsatz und rund 253 Millionen Euro Gewinn gemacht. Beides übersteigt das "Witcher 3"-Launch-Jahr 2015 bei weitem.

23.04.2021 12:33 • von Valentin Masszi
"Cyberpunk 2077" bricht Rekorde bei CD Projekt. (Bild: CD Projekt)

Rund 174,77 Millionen Euro hatte CD Projekt an Umsatz 2015, bei einem Gewinn von knapp 75 Millionen Euro. Das war das Jahr, in dem "The Witcher 3" erschien und welches laut aktuellem Geschäftsbericht noch immer das erfolgreichste Jahr für Hexer Geralt war. Der Launch von "Cyberpunk 2077" 2020 hat diese Marken im Staub hinter sich zurückgelassen. Etwa 468,44 Millionen Euro weist der polnische Konzern 2020 an Umsatz vor, rund 252,8 Millonen Euro an Gewinn.

Natürlich hat der Hexer hier noch immer mitgemischt, verkauft sich der dritte Teil der Saga doch auch heute wie geschnitten Brot und wird deshalb demnächst für die Next-Gen-Konsolen umgesetzt. Zudem baut sicher auch ein großer Teil des Erfolgs von "Cyberpunk 2077" auf dem positiven Ruf des vorherigen Spiels auf.

Den enormen Erfolg des neuen Titels kann man ihm dennoch nicht absprechen. Mehr als 13,7 Millionen Exemplare wurden seit Launch verkauft, und der liegt gerade einmal ein paar Monate zurück. "The Witcher 3" kommt nach mehr als fünf Jahren auf gut 30 Millionen Verkäufe. Und das obwohl "Cyberpunk 2020" mit enormen Startproblemen zu kämpfen hatte und noch immer nicht im PlayStation-Store erstanden werden kann.

Dabei sind 73 Prozent der Verkäufe digital entstanden, auch auf der hauseigenen Plattform gog.com. Der Launch des Spiels hat dem Store einen ordentlichen Schub verpasst. Insgesamt wurden 56 Prozent aller "Cyberpunk-2077"-Einheiten für PC und Stadia verkauft, 28 Prozent für die PlayStation 4 und 17 Prozent für die Xbox.

Regional wir die Verteilung der Verkäufe vor allem von Nordamerika und Europa dominiert, die je 38 Prozent und 34 Prozent des Absatzes verantworteten. 20 Prozent kommen wiederum aus Asien, 4 Prozent aus Südamerika, 3 Prozent aus Australien und ein Prozent vom Rest des Globus.

Die nahe Zukunft besteht für CD Projekt erst einmal weiter aus Bugfixes, dann kostenlosen DLCs und einer Next-Gen-Portierung für 2022. Daneben steht auch das von "Pokémon Go" inspirierte "The Witcher: Monster Slayer" ins Haus. Darüber hinaus arbeite man bereits an weiteren Projekten, die erst "in den kommenden Jahren Früchte tragen werden", so CFO s Piotr Nielubowicz. Ob CD Projekt dann bei deren Release erneut einen Vorschuss-Bonus erhalten wird, wird sich zeigen.