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Hessen startet Förderinitiative für Serious Games

Die WIBank unterstützt künftig regionale EntwicklerInnen, die sich mit ihren Projekten auf mehr als Entertainment konzentrieren. Die Bewerbungsfrist endet am 10. Mai.

15.04.2021 10:55 • von Valentin Masszi
Der hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen Tarek Al-Wazir gibt den Startschuss für die Landesförderung. (Bild: HMWEVW)

Hessische SpieleentwicklerInnen können künftig die erste Games Förderung des Landes bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen beantragen. Das Programm HESSEN serious GAME wurde vom Land in Auftrag gegeben. Die Höhe der Fördersumme liegt bei einem Maximum von 50.000 Euro pro Antrag als Anteilsfinanzierung und darf nicht mehr als 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben betragen. Letztere müssen außerdem auf mindestens 20.000 Euro kommen, um sich für das Programm zu qualifizieren. Das sind allerdings nicht die einzigen Voraussetzungen.

Die Games oder Apps müssen über den Zweck der Unterhaltung hinaus gehen und beispielsweise zur Bildung, Gesundheitsförderung, Chancengleicheit oder zum persönlichen Zeitmanagement beitragen, um die Voraussetzungen des Programms zu erfüllen. Außerdem müssen die Fähigkeiten der AntragstellerInnen zur Spieleentwicklung nachweislich belegt werden, etwa mit einem Studium oder vorigen Projekten. Zuletzt muss auch der Unternehmens- oder Wohnsitz in Hessen liegen. Kleinere und mittlere Unternehmen sowie GründerInnen oder HochschulabsolventInnen stehen im Fokus.

Details zur Antragstellung finden sich auf der Webseite der WIBank. Fristende ist am 10. Mai 2021.

"In Computerspielen steckt viel innovative Arbeit, die auch anderen Branchen Impulse gibt. Deshalb wollen wir Hessen als führenden Entwicklungs-Standort etablieren. Mit HESSEN serious GAME gehen wir dabei den nächsten Schritt. Das Programm haben wir im Dialog mit der Branche konzipiert, damit es optimal wirkt. Ich hoffe auf viele gute Anträge", so Landeswirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

Trotz des hoch gesteckten Ziels hinkt Hessen im Bundesvergleich hinterher, was die Gamesförderung angeht. Bisher gab es im Land kein mit beispielsweise Bayern oder Berlin vergleichbares Förderprogramm. Zwar wurde kürzlich das "Gameplaces plug & play Entwicklerstipendium" gestartet, aber das befindet sich noch in der Testphase. Das jetzt vorgestellte HESSEN serious GAME bleibt auf einer moderaten Ebene, im Anbetracht von Einzelförderungen im sechstelligen Bereich durch die Medienstiftung NRW oder den FFF Bayern.