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Update: EntwicklerInnen für Heidelberger GamesHub gesucht

Bis zum 31. Mai können sich Solo-Devs sowie Teams mit Fokus auf gesundheitsbezogene Serious Games auf einen von fünf Plätzen bewerben. Neben Räumlichkeiten werden dort Betreuung und Fachwissen zur Verfügung gestellt.

17.03.2021 11:57 • von Valentin Masszi

Update vom 12.04.2021:

Die MFG Baden-Württemberg nimmt ab sofort bis zum 31. Mai Bewerbungen für das neue Games-Zentrum in Heidelberg entgegen. Dort werden ausgewählte EntwicklerInnen oder Teams die Möglichkeit bekommen, bis zum März 2022 kostenfreie Örtlichkeiten und Technik zur Arbeit am eigenen Projekt zu nutzen. Dabei werden sie betreut und erhalten Kontakte zu Fachpersonal und Unternehmen aus der Gesundheitsbranche. Auch spezifische Events werden dort ausgerichtet.

Die Solo-EntwicklerInnen oder Teams sollten ihr Projekt mit Fokus auf Life Science bzw. Healtcare planen oder ausgerichtet haben. Außerdem müssen sie entweder einen Erstwohnsitz in Baden-Württemberg vorweisen oder die Absicht haben, selbigen bis zum 1. Juli dort zu haben. In der Bewerbung müssen dabei alle Personen aufgeführt werden, die das Games-Zentrum als Arbeitsplatz nutzen wollen, Informationen zum eigenen Unternehmen (falls vorhanden), frühere Projekte sowie das für die Arbeit im Zentrum angedachte. Außerdem sollten die Beweggründe für die Bewerbung und die Erwartungen an das Zentrum beschrieben werden.

Die Bewerbungen gehen an Iris Harr, Projektmanagerin bei Games BW. Die Kontaktdaten finden sich hier.

Originalmeldung vom 17.03.2021:

Heidelberg bekommt ein GamesHub, das fünf Studios bei der Entwicklung von Serious Games im Gesundheitsbereich Räumlichkeiten und umfassende Unterstützung bieten soll. Ins Leben gerufen wird das Projekt von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg und der Hochschule der Medien aus Stuttgart. Außerdem gibt das Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst 110.000 Euro zu, welche aus dem Medienimpulsprogramm stammen. Eine Stelle als Projektkoordinator wird noch diesen Monat ausgeschrieben. Bereits im Sommer diesen Jahres sollen dann fünf Game-Studios im GamesHub Einzug halten. Welche das sein werden, entscheidet eine Fachjury. Die EntwicklerInnen werden dort dann einiges an Unterstützung erfahren, unter anderem Betreuung vor Ort durch besagten Koordinator. Auch verfügt der Heidelberger Raum über ein starkes Portfolio im Bereich der Medizintechnologie, Biotechnologie und Gesundheit. Die Vernetzung mit der Branche dort soll bei der Entwicklung der Spiele im GamesHub helfen.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer sagte dazu: "Die Universitätsstadt Heidelberg und die Metropolregion Rhein-Neckar sind als starker Standort der Bio- und Medizintechnologie sowie der Gesundheitsbranche bekannt. Mit dem neu geschaffenen GamesHub möchten wir die Games-Branche und ihre kreative Arbeitsweise mit dem Motor unserer Region zusammenbringen und innovative Neugründungen und Ansiedlungen von Games-Unternehmen fördern. Der neue GamesHub bietet zudem einen Anreiz, die in Baden-Württemberg hervorragend ausgebildeten Hochschulabsolvent*innen im Land zu halten und beim Gründen zu unterstützen."

Die sollen auch aus der Stuttgarter Hochschule der Medien kommen. "Existenzgründung gehört zur DNA der HdM. Das Start-up-Center der HdM verhilft jedes Jahr 40 - 50 Geschäftsideen erfolgreich zur Gründung, darunter auch vielen Gamesideen. Denn Gamification spielt in immer mehr Anwendungsfeldern eine wichtige Rolle - so auch im Gesundheitssektor, z.B. bei der Unterstützung von Rehabilitationsmaßnahmen. Die HdM hat hier mit ihrem Gamesinstitut zahlreiche Projekte mit großem Erfolg realisiert und damit ihre hohe Kompetenz unter Beweis gestellt. Das GamesHub baut auf der Kompetenz der HdM auf und wird die erfolgreiche Verbindung von Games, Gesundheit und Existenzgründung noch gezielter vorantreiben können", so der HdM-Rektor Prof. Dr. Alexander Roos. Zusammen mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg wird der Hochschul-eigene Accelerator des Landes für Medien, Design und Software ein Qualifizierungsprogramm für das GamesHub erarbeiten.

Die MFG verspricht sich von dem neuen Games-Zentrum einen weiteren Standortvorteil für das Land. So seien laut game bereits 60 Games-Firmen in Baden-Württemberg heimisch und das neue Projekt könnte die Attraktivität noch steigern. MGF-Geschäftsführer Carl Bergengruen dazu: "Die Games-Branche zeigt sich nicht erst seit dem Fortschreiten der Digitalisierung als Vorreiter in Sachen digitaler und innovativer Techniken, Arbeitsweisen und motivierender Mechaniken. Der neue GamesHub bietet eine sehr gute Möglichkeit, das besondere Knowhow der Kreativ- und Gamesbranche in Innovationsprozesse anderer Branchen wie der Medizintechnik einzubringen. Für die Gamesentwicklerinnen und -entwickler aus dem Südwesten bieten sich über den in Deutschland einzigartigen GamesHub in Heidelberg neue vielversprechende Anwendungsfelder, die dazu beitragen können, dass die Gamesbranche landesweit weiter an Bedeutung gewinnt. Der Standort Baden-Württemberg wird für die Gamesbranche damit noch attraktiver."

Auch in Heidelberg selbst freut man sich über die Schaffung des GamesHubs. Die Stabstelle für Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt und die Technologiepark Heidelberg GmbH sind Kooperationspartner, der Life Science Accelerator Baden-Württemberg steht ebenfalls hinter dem Projekt und weitere Firmen und Einrichtungen sollen darüber hinaus einbezogen werden. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner kommentiert das GamesHub wie folgt: "Serious Games gewinnen in vielen Bereichen an Bedeutung: Sei es in der Bildung, im Gesundheitswesen oder wenn es um gesellschaftliche Fragen geht. Dass das Land die Einrichtung eines GamesHub in Heidelberg fördert, ist eine tolle Nachricht. Das Vorhaben trifft hier auf fruchtbaren Boden: Heidelberg bietet als Zentrum internationaler Spitzenforschung, bedeutender Gesundheitsstandort und Bildungsstadt ideale Bedingungen. Hinzu kommt die Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihrer hohen Gründungsdynamik sowie mit dem Heidelberg Innovation Park ein Ideenquatier für die digitale Zukunft. Ich bin sicher, dass ein GamesHub in Heidelberg von den vielfältigen Synergien in unserer Stadt profitieren wird."