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Bungie enthüllt Wachstumspläne und plant Europabüro in Amsterdam

Der US-Entwickler Bungie hat Pläne offengelegt, um in den kommenden zwei Jahren vom Spieleentwickler zum globalen Entertainmentkonzern zu wachsen. Neben neuen IPs soll 2022 auch ein Büro in Amsterdam eröffnen, von dem die internationalen Publishingaktivitäten aus gesteuert werden.

02.03.2021 17:34 • von Stephan Steininger

Der US-Entwickler Bungie hat große Pläne. Wie der Entwickler der bekannten Spielemarken "Halo" und "Destiny" bekannt gab wurden massiv Investments unter anderem am Hauptfirmensitz in Bellevue im US-Bundesstaat Washington. So wurde im Januar der Grundstein für einen umfassenden Um- und Anbau gelegt. Die Bürofläche wird von knapp 8.000 auf knapp 20.000 Quadratmeter vergrößert. Die Fertigstellung ist für Herbst 2022 geplant.

Die radikale Erweiterung der Fläche hat mehrere Gründe. Zum einen plant Bungie die Entwicklung weiterer, noch nicht enthüllter Spielemarken. Zum anderen will das Unternehmen sich zum Entertainmentkonzern weiterentwickeln, der seine Marken auch selbst auswertet.

In diesem Zuge hat Bungie für 2022 auch die Eröffnung einer ersten internationalen Niederlassung angekündigt. Sie wird in Amsterdam angesiedelt sein und soll das internationale Publishing verantworten.

Neben diesen News hat Bungie zudem eine Reihe von Personalien verkündet. Mark Noseworthy und Luke Smith, Vice President und Executive Creative Director Desitiny Universe, sollen die Expansion der Marke Destiny auf andere Medien verantworten und vorbereiten. Zwar wurden keine Details genannt, Film- oder Streaming-Adaptionen dürften jedoch hier naheliegend sein.

CCO Johnny Ebbert und Zack Russell, General Manager Incubation, sollen intern die Weichen stellen, um bis 2025 mindesten eine neue IP auf den Markt zu bringen

Last but not least vermeldet Bungie mit Trace Harris und Pamela Kaufmann zwei Neuzugänge. Harris war über zehn Jahre bei Vivendi und ist eine ausgewiesene M&A-Spezialistin. Die Vermutung liegt also nahe, dass Bungie auch über Zukäufe wachsen will. Kaufmann wiederum verantwortete bisher als Präsidentin von ViacomCBS Global Consumer Products das globale Lizenz- und Merchandisinggeschäft von Marken wie Nickelodeon, MTV, Comedy Central, BET, CBS, Showtime und Paramount Pictures.