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Einbußen für MTG im Jahr 2020

Der Stockholmer Konzern musste im Gesamtjahr 6 Prozent Abfall bei dem Nettoumsatz in Kauf nehmen und für das letzte Quartal sogar 9 Prozent. Das E-Sport-Segment bleibt angeschlagen.

26.02.2021 11:16 • von Valentin Masszi
Präsident und CEO ging mit MTG durch ein verlustreiches 2020. (Bild: Modern Times Group)

Die Modern Times Group hat ein anstrengendes Jahr hinter sich, das zeigt der neueste Geschäftsbericht des Unternehmens. Der Nettoumsatz ist von 4,242 Milliarden Schwedischen Kronen (420,28 Millionen Euro) 2019 auf 3,997 Milliarden (396 Millionen Euro) gefallen. Der Games-Arm konnte seinen Umsatz alleridings leicht steigern und kam auf 2,682 Milliarden Schwedische Kronen (265,72 Millionen Euro). Nicht ganz unschuldig daran ist InnoGames, die 2020 erneutes Wachstum feiern konnten. Der E-Sport-Sektor hingegen fiel aufgrund der Corona-Krise und den daraus resultierenden Ausfällen bei Live-Events um rund 23,2 Prozent auf 1,315 Milliarden (130,28 Millionen Euro).

Im letzten Quartal fiel der gesamte Nettoumsatz um 99 Millionen Schwedische Kronen (9,8 Millionen Euro) auf 1,064 Milliarden Schwedische Kronen (105,42 Millionen Euro). Selbst der Gaming-Bereich musste hier rund 2,31 Prozent Verluste einstecken. Der Großteil fusst jedoch erneut auf dem E-Sport, mit einer Reduktion von rund 16,86 Prozent auf 429 Millionen Schwedische Kronen (42,5 Millionen Euro).

Obwohl ESL und DreamHack 2020 trotz Pandemie auch Erfolge feiern konnten, rechnet der Mutterkonzern damit, dass sich die Krise noch einige Zeit danach negativ auf das Segment auswirken wird. Gleichzeitig will man aber im Gaming weiterhin kontinuierlich wachsen, wie jüngst mit der Akquise des Entwicklers und Publishers Hutch aus Großbritannien bewiesen.

"Dass 2020 ein Jahr wie kein anderes war, ist nicht übertrieben. Während wir erschüttert wurden als die Pandemie die Gesellschaft traf - und uns als Teil davon - kamen wir im Februar 2020 wieder auf die Beine, dank der beeindruckenden und harten Arbeit all unserer Leute im Unternehmen. Wer sind fokussiert und zuversichtlich geblieben, während wir uns getraut haben, jeden Stein umzudrehen, um die Fortführung der Geschäfte zu gewährleisten. Das Ergebnis ist, dass wir als Gruppe stärker dastehen als noch ein Jahr zuvor", so Präsident und CEO Maria Redin.